Artikel von Christoph R. Hörstel
Am dritten Tag nach dem angeblichen versuchten Terroranschlag auf saudische und israelische Botschaften in Washington und sonstwo mit angeblicher Unterstützung aus dem Iran ist offenbar: US-Regierungen sind nicht mehr in der Lage, mit ihren absurden und dümmlichen Terror-Theorien bei ihren eigenen Medien, ihrer eigenen Bevölkerung und ihren eigenen „Sicherheitskräften“ durchzudringen. Etwas Neues bitte!, denn jetzt wagt in den Nato-Satellitenstaaten nicht einmal die korrupte, transatlantische Mafia, sich zu äußern.
Die New York Times (Abk.: NYT – pdf), trotz hoher Verschuldung immer noch in den Händen der immer wieder vergleichsweise ehrbaren Familie Sulzberger, mag sich in ihrer Print-Ausgabe nicht deutlich äußern (pdf) – aber in ihrem „The Lede“ Blog (pdf) kommen immerhin ein paar der üblichen (mithin: gewöhnlich opportunistischen) Experten zu Wort, die die Sache als wenig plausibel und glaubhaft darstellen.
Und selbstverständlich werden auch, wie seit Jahrzehnten in US-Medien üblich, auch schon die zweiten und dritten Verteidigungsringe aufgebaut, in der Glaubwürdigkeit „angehübscht“, beispielsweise durch die Wahl einer französischen Quelle, den ehemaligen Chefredakteur von „Le Monde“, Alain Frachon, der die Räuberpistole allen Ernstes damit erklärt, die iranische Politik sei so unübersichtlich, dass eine iranische Dienststelle eine solche Angelegenheit unternehmen könne, um einer anderen zu schaden. Das geht über Ahnungslosigkeit in Sachen Iran weit hinaus, das hat schon kriminelle Energie. Der Mann ist offenbar ehrgeizig und im Sinne Sartres („Les Mains Sales“) „verwendungsfähig“. Das Publikum wird von ihm hören, ob es nun will oder nicht – aber das „Iran-Märchen“ ist zweifellos eine Totgeburt.
Es ist auch nicht verwunderlich, dass in Deutschland und anderswo gleich nachgegackert wird, was US-Außenministerin Clinton und Ihr Justiz-Kollege Holder im ersten Augenblick äußern. Die „Süddeutsche“ hat Verständnis, wenn Obama im beginnenden Wahlkampf zu harten Reaktionen genötigt ist. Nicht nur damit wird ebenso denkbar, dass republikanische Strippenzieher Obama in Schwierigkeiten bringen wollten, wie Mutmaßungen nicht von der Hand zu weisen sind, dass die US-Regierung (erneut) einen Fall „basteln“ ließ, um andere Probleme besser anpacken zu können. Beachtenswert: Namhafte deutsche und europäische Politiker halten sich mit der Kommentierung zurück – das scheint eher darauf hinzudeuten, dass die USA darauf verzichten, die Sache sehr hochzuspielen, womit auch die Lesart (noch eine Verschwörungstheorie…) möglich wird, dass Obama-treue Sicherheitsfachleute rechtzeitig ein Komplott der republikanischen Akteure aufgedeckt hätten, um Obama in Schwierigkeiten zu bringen.
In der Übersicht liegt ein ganz anderer Blick als der offizielle nahe: Andere Länder mit Attentaten überziehen, Botschafter und gar Regierungschefs töten, vom „Kleinvolk“ gar nicht zureden – das ist die Handschrift der USA. Und in Erinnerung an viele, viele US-Affären um interne Streitigkeiten, wie das Desaster in der „Schweinebucht“ im Kampf gegen Cuba oder die mysteriöse Angelegenheit eines Transports scharfer Atombomben über den USA (Diese letztere Geschichte ist besonders bemerkenswert: Wikipedia s. o. hat nur noch eine „bereinigte“ Fassung, in der die mysteriösen Todesfälle (pdf) etwa sechs beteiligter US-Soldaten binnen sieben Tagen nach dem Zwischenfall verschwiegen werden. Zahlreiche Weblinks funktionieren nicht mehr.) machen klar: Es sind in Wahrheit die inneramerikanischen Verhältnisse (pdf) so unübersichtlich (pdf), dass alle möglichen (pdf) internen Komplotte wahrscheinlich werden.
Dank an Christoph R. Hörstel für seine hervorragende Arbeit.
Bis neulich,
Frieder Morneweg
























[...] Terroranschlag auf saudische und israelische Botschaften in Washington – Gelogen?! Share this:TwitterFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Montag, 21. November 2011 um 7:43 pm und veröffentlicht in Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag per RSS 2.0-Feed folgen. « KOPP Nachrichten. Weltweite Staatsschulden – Die Uhr tickt immer schneller. [...]