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News. NVIDIA, SAP, Lebensmittelpreise, Schulden Griechenlands explodieren weiter!

US-Chiphersteller NVIDIA mit hohen Gewinnen

Der US-Chiphersteller NVIDIA meldet ebenfalls überraschend hohe Gewinne. Die ungebrochene Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern bescherte dem Konzern alleine im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 178 Millionen Dollar, was eine Verdoppelung vor Vorjahr bedeutet. Der Umsatz legte um 25% auf 1,1 Mrd. zu.

SAP mit Anstieg des Nettogewinns

SAP kann für das Q3/2011 einen Anstieg des Nettogewinns um 150% auf 1,3 Mrd Euro verbuchen.

BMW mit Anstieg des Nettogewinns

Der Nettogewinn von BMW legte im gleichen Zeitraum um 24% auf 1,1 Mrd. Euro zu.

Lebensmittelpreise in Indien steigen weiter

Die Lebensmittelpreise in Indien sind mit einer Verteuerung von über 12% im Oktober – verglichen mit 10/2010 – weiter auf Rekordjagd. Die Verarmung der Masse in fast allen Ländern gewinnt also an Fahrt. Und genau darin liegt eine große Gefahr: Bis die meisten Leute merken, dass das eigene Vermögen in Gefahr ist hat es sich schon in Luft aufgelöst oder eben über die Inflation derart massiv entwertet, dass ein Umschichten in den sicheren Hafen einfach oftmals viel zu spät kommt.

Schulden Griechenlands explodieren weiter

Die Schulden Griechenlands werden in den nächsten Jahren weiter explodieren. Schon 2012 wird man 200% des BIP erreichen, zu dem Ergebnis kommt die Herbstprognose der EU-Kommission. Für 2011 geht man noch von 164% Schuldenstandsquote aus ( Staats-Schuldenstand : BIP eines Jahres ). Die einmal angedachte Schuldengrenze der Euroländer von 60% ist damit für fast alle Länder in unerreichbarer Ferne oder sowas wie Träumerei.

Italien am Abgrund

Italiens Industrieproduktion geht in den letzten Wochen in den freien Fall über! Alleine im September kam es zu einem Rückgang von 4,8%. Noch im August gab es ein Plus von 3,9% – daran sieht man wie schnell die Wende nach unten gekommen ist. Auch in Frankreich ging die Industrieproduktion im September deutlich zurück: – 1,7%!

Konjunkturrückgang greift auf Lufthansa über

Der Konjunkturrückgang schlägt sich nun schon deutlich in den Passagierzahlen der Lufthansa nieder. Nach einem Plus von 8,4% im Vergleich zum Vorjahr in den ersten 9 Monaten gab es im Oktober nur noch einen Anstieg von 2,1%.

Ratingagentur Fitch warnt vor schwankenden Immobilienkredite

Die Ratingagentur Fitch hat nun Alarm geschlagen, daß immer mehr verbriefte Immobilienkredite wackeln würden.
In Europa seinen inzwischen über 1 Drittel der verbrieften gewerblichen Immobilienkredite (CMBS) ausfallgefährdet. Als besonders gefährlich muss die Situation in Deutschland eingeschätzt werden, denn bei uns sind im 3.Quartal 2011 nur noch knapp 54% – anstatt 59% in Vorquartal – aller CMBS mit Zinsen und Tilgungen bedient worden. Besonders gefährlich ist die Lage deswegen weil von den insgesamt 30 Mrd. Euro im Umlauf befindlichen Papieren bei uns alleine bis Ende 2013 über 25 Mrd. umgeschuldet oder bei der Laufzeit verlängert werden müssen.

EZB hat schon knapp 970 Milliarden Euro in der Eurokrise “verbrannt”

Die EZB hat inzwischen schon knapp 970 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Eurokrise aufgewendet und ist damit fast der Alleinträger der Probleme. Wir haben in unseren Kerntexten schon mehrfach darauf hingewiesen, dass aktuell nur noch die Notenbanken in der Lage sind die Dinge einigermassen zu beruhigen bzw. das Ende hinauszuzögern. Die umlaufende Geldmenge hat sich damit bereits dramatisch erhöht. Nur 40 Mrd. Euro der insgesamt 1,1 Billionen Gesamthilfen kamen bislang vom IWF oder den EU-Ländern selbst.

Japanische Zentralbank kauft weiter Anleihen

Auch die japanische Zentralbank greift immer massiver ein – so hat man das Anleihekaufprogramm um weitere fast 47 auf nun knapp 520 Mrd Euro aufgestockt.

Freddie Mac benötigt weitere Milliarden

Die Sanierung der angeschlagenen US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hat bislang schon über 146 Mrd. Dollar gekostet – jetzt benötigt Freddie nochmals über 6 Mrd.

Gefahr für jeden “Privatmann” – Versicherer legen mehr als 55% bei Banken an

Wie man sich die Schulden-Probleme als ganz normaler Privatmann ins eigene Haus holt sieht man sehr gut daran, dass die deutschen Versicherer fast 55% der verwalteten Kundengelder direkt bei / über Banken angelegt haben. Wenn es also hier Probleme gibt hat man die Leichen super schnell bei sich zu Hause im Ordner liegen und die Volumen sind derart gewaltig, dass es keine Chance gibt für die Versicherungen das anderswo auszugleichen.

HRE – Immer noch keine Klärung des Rechenfehlers

Bei der HRE ist es zu einer Fehlbuchung bzw. einem Rechenfehler von 55,5 Mrd. Euro gekommen. Eine endgültige Klärung des Rechenfehlers gab es bislang nicht, man wies aber darauf hin, dass sich dadurch die die Verschuldung des Bundeshaushalts um 55,5 Mrd Euro verringern würde. Wenn sich jetzt was verringert hat, dann muss sich ja vorher was erhöht haben.

Ein Blick auf die verschiedenen Zahlen zeigt aber eindrucksvoll wie hier überall getrickst und getäuscht wird.
Am Einfachsten entlarvt man dies alles, wenn man einfach nur die Schuldenstände des Bundes zum Jahresende vergleicht:
Vom 1.1.2010 bis Ende hat sich angeblich – trotz einer Nettokreditaufnahme von “nur” 44 Mrd Euro – die gesamte Verschuldung um über 304 Mrd Euro auf knapp 2.000 Mrd Euro erhöht.

Das saugen wir uns nicht aus den Fingern, die dazu genannten Zahlen sind die des Statistischen Bundesamts.
Beim Bund alleine haben sich demzufolge die Schulden zum 31. Dezember 2010 verglichen mit dem Ende 2009 um fast 22% oder 230 Mrd. Euro auf über 1.284 Mrd.erhöht.

Übrigens: Für diese genannten neuen Schulden von 304 Mrd Euro werden auch Zinszahlungen geleistet, von daher kann von reinen Bürgschaften oder “keiner Belastung” keine Rede sein!

HRating-Agentur Standard & Poor’s – Herabstufung der französischen Bonität ist ein technischer Fehler gewesen

Die weltweit wichtigste Rating-Agentur Standard & Poor’s hat am gestrigen Donnerstag mit der irrtümlichen Herabstufung der französischen Bonität – angeblich als Folge eines technischen Defektes – für große Verwirrung an den Finanzmärkten gesorgt. Es seien ” versehentlich ” entsprechende Mitteilungen an Abonnenten der eigenen Internet-Seite verschickt worden. 2 Stunden später wurde die irrtümliche Herabstung Frankreichs wieder korrigiert. Jetzt ermittelt die französische Finanzmarktaufsicht AM in der Sache. Ich frage mich überhaupt wie man einen solchen Text mit diesem Inhalt verfassen kann, wenn die Veröffentlichung oder die Tatsache selber kein Thema ist. Haben Sie schon einmal einen Brief zum “Schlussmachen” mit einem Partner verfasst, ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken?

Der Renditeabstand zwischen deutschen und französischen Staatsanleihen erreichte nach der Meldung binnen weniger Minuten einen neuen Rekordwert von 1,7%-Punkten.

Fünf-Prozent-Sperrklausel bei Europawahlen verstößt gegen Grundgesetz

Die in Deutschland geltende Fünf-Prozent-Sperrklausel bei Europawahlen verstößt laut dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (5:3 Stimmen) gegen das Grundgesetz. Die bisherige Regelung verletze die Chancengleichheit der Parteien sowie den Grundsatz der Wahlrechtsgleichheit.
Der Staatsrechtlers Hans Herbert von Arnim hatte die Klage vorangetrieben. Bei der Europawahl 2009 seien damit etwa 2,8 Millionen deutsche Wählerstimmen komplett unter den Tisch gefallen, argumentierte der Staatsrechtler – das könne nicht sein. Die letzte Europawahl bleibt zwar so gültig – es besteht aber Handlungsbedarf bis zum nächten Urnengang.

Die Linkspartei forderte nun als Konsequenz aus diesem Urteil, auch bei Bundestagswahlen die Sperrklausel komplett abzuschaffen.
Die FDP-Anhänger wird es freuen, denn so etwas könnte das völlige Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit in den nächsten Monaten und Jahren verhindern.

Spaniens Wirtschaft stagniert

Spaniens Wirtschaft stagniert. Selbst der letzte Wachstumsrest hat sich nun im 3. Quartal endgültig verflüchtigt. Mit über 20% bleibt dafür wenigstens die Arbeitslosenraten weiter europäische Spitze.

News Zusammengestellt von Gerhard Kastner.

Bis neulich,
Frieder Morneweg

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