Wie will man die Rettung eines Staates verlangen, wenn sogar der Regierungschef mit Milliardenbeträgen auf die Pleite des eigenen Landes wettet?
Vor diesem Hintergrund werden einem die aktuellen Ereignisse in Griechenland endgültig klar.
Außerdem steht außer Zweifel, dass wir von der Politik keinerlei Lösung der Probleme erwarten können. Wer sich nicht selber mit dem Kauf von Edelmetallen in Sicherheit bringt, der wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Die ganze Sache wurde übrigens schon im Mai 2011 bekannt, wurde dort auch im Parlament diskutiert und war damals in allen Medien präsent. Warum man seit Monaten darüber nichts mehr gehört hat ist mir ein Rätsel!!!???
Aber nun zu den konkreten Hintergründen und Zahlen:
Die staatlich geführte griechische Postbank soll 2009 im Auftrag von Ministerpräsident Papandreou (bereits kurz nach seinem Amtsantritt) sogenannte CDS (Credit Default Swaps, also Kreditausfallversicherungen) auf griechische Staatsanleihen im Volumen von weit über 1 Mrd. Euro gekauft haben.
Erste offizielle Schätzungen gehen von etwa 1,3 Mrd. Euro aus. Der Wert solcher CDS steigt, wenn die Bonität eines Landes sinkt, die Anleihekurse also fallen und sich damit das Ausfallrisiko erhöht.
Der Verkauf erfolgte angeblich an Firmen, die hauptsächlich im Besitz seiner Familie sind. Als Folge der anschließenden Zahlungsschwierigkeiten Griechenlands war die Bonität abgestürzt – im Gegenzug explodierten die Kurse der gekauften CDS um über 2.000%, sodass sich ein aktueller Wert von fast 27 Mrd. Euro ergibt – also ein Reingewinn von über 25 Mrd. Euro. Bei solchen eigenen Positionierungen ist klar, dass es keinerlei echtes Interesse an der Lösung der Zahlungsprobleme geben kann… und wir zahlen dafür auch noch!!!
Papandreou wurde inzwischen auch vom griechischen Parlament wegen dieser Taten entsprechend beschuldigt. Die Ermittlungsmühlen malen schon.
Bis neulich,
Frieder Morneweg
Quelle und Dank an zeitenwende24.de























