Derzeit lassen es sich VW-Händler auf der Feier- und Ferieninsel Ibiza richtig gut gehen. Der Autohersteller hat geladen und fliegt einen Händler nach dem anderen auf die Insel – insgesamt rund 11.500 VWler (Zur Blog-Serie). Während Greenpeace-Aktivisten direkt in Ibiza Volkswagen weitere Male an seine Verantwortung in Sachen Klimaschutz erinnert, sind aber auch Greenpeace-Aktivisten hier in Deutschland immer wieder dort, wo Volkswagen auch ist. So auch bei einer Volkswagen-Roadshow in Hamburg:
Der Besuch von Darth Vader hatte VW und sein Promotion-Personal am Stand im Hamburger „Alstertal-Einkaufszentrum“ (AEZ) tatsächlich überrascht: Die Marketing- und Promotionshow mit ihren vier Unterabteilungen „wake- up!“, „style up!“, fashion up!“ und „Knutsch up!“ zur Bewerbung des neuen Automodell up! wurde aber plötzlich spannend, als der dunkle Unbekannte am Steuer eines der vier roten up!-Modelle saß und neben dem kleinen Banner „Volkswagen, not up! to date. Hoher Verbrauch, wenig Klimaschutz.“ aus dem Fenster winkte.
Die Einsatzkräfte der AEZ-Bewachungsmannschaften waren schnell zur Stelle und zeigten sich wenig nervenstark. Zehn Minuten später war die Polizei da, mit einer fünfköpfigen Besatzung. Es fragt sich angesichts einer freundlichen Aufklärung von Passanten über den hohen Spritverbrauch des up! zwar, warum diese Mannschaftsstärke. Andererseits waren wir aber ganz froh, dass der „starke“ Einsatz uns vor weiteren Übergriffen der Security schützte.
Die VW-Leute selbst waren an Diskussionen über Spritverbrauch und Klima zwar nicht interessiert, waren aber sichtlich verärgert, weil genau das die Themen sind, die ihnen ihre PR-Maschinerie verhageln können. Natürlich lullen sie lieber ein uninformiertes Publikum ein mit ihren „Knutsch up!“-Parolen und ähnlichem Schwachsinn, da können echte Informationen nur stören. Lieber verteilt man Gewinnpostkarten als „Information“, anstatt dass man sich der Realität eines unzeitgemäß durstigen und schmutzigen Kleinwagens stellt. Die VW-Spitze in Wolfsburg wird aber ein weiteres Mal feststellen, dass sie mit ihrer schönfärberischen Reklame über ein allzu durstiges Massenauto, mit dem ja bekanntlich die asiatischen Märkte überrollt werden sollen, nicht kritiklos durchkommt.
Bis neulich,
Frieder Morneweg
Quelle und Dank an blog.greenpeace.de.
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