Wie wir schon seit Tagen “predigen” kann es im aktuellen Umfeld an den Börsen zu keinem kompletten Zusammenbruch kommen. Vergessen Sie also das ganze negative, übertriebene und nur noch die Ängste ansprechende Gelabere über eine Währungsreform oder andere Dinge in dieser Richtung. Dafür sind die Zinsen viel zu niedrig, die Wirtschaft läuft noch zu gut, die Bewertungen an den Märkten sind nicht so überzogen und auch die Notenbanken stehen schon lange über die Geldmengen stützend Gewehr bei Fuß.
DAX in den nächsten Monaten über 7000 Punkte?
Wir rechnen nun mit einer Zins- und Liquiditsgetriebebenen Hausse, die den DAX binnen weniger Monate wieder über 7.000 Zähler bringen kann und wohl auch bringen wird. Von der großen Abrechnung sind wir noch 2 Jahre weg, alleine schon deswegen weil derzeit außer Griechenland kein weiterer Pleite-Kandidat in absehbarer Reichweite ist. Schauen Sie sich dazu doch mal die Zinsen an die Italien oder Spanien aktuell zahlen muß um Geld zu bekommen – unter 6%.
Italien bezahlte nun für eine 5-jährige Anleihe über 3,9 Mrd Euro zwar einen Rekordzins von 5,6%, aber das gilt nur für die Zeit seit Einführung des Euro – also sollte man das alles schon mal relativieren. Früher träumten die Italiener noch von solchen Niedrig-Zinsen bei solchen Emissionen. Spanien hat nun sogar 8- und 9-jährige Papiere mit einem Volumen von ebenfalls fast 4 Mrd. Euro für ” lächerliche ” 5% platziert. Bei solchen Zinsen bricht kein Staat mit einer Schuldenstandsquote von 100% oder knapp darüber zusammen. Da brauchen wir schon Schuldenstandquoten Richtung 200% wie bei Griechenland und Zinsen, die mindestens 2-stellig sind – eventuell sogar so wie aktuell bei Griechenland mit über 50% – dann ist das betreffende Land reif für die Kiste. Für größere Verwerfungen an den Weltmärkten ist Griechenland zu klein, schon alleine deswegen, weil das alles Beträge sind, die die EZB notfalls über massive Anleihenkäufe immer noch auffangen kann. Und selbst wenn Griechenland aus dem Euro austritt bekommen wir weder einen Bruch des Euro noch eine Währungsreform. Lassen wir also die Kirche bitte im Dorf bevor wir denen Glauben schenken, die sogar die Lebendigen schon mit eingraben wollen – nur weil man damit Klicks bekommt und Geschäfte mit der Angst der Leute machen möchte.
Wir erwarten also eine Rally der Aktien – angeführt vom besonders stark gebeutelten Dax in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten, daß sich viele die Augen reiben werden. Außer Griechenland ist kein akuter Pleitestaat im Blick der eine gefährliche Größenordnung hat – das sind die Fakten!
Inflationsrate Euroraum
Die Inflationsrate liegt im August für den Euroraum bei 2,5%.
Welt-BIP im Zeitraum von 1990 bis 2010
Das Welt-BIP legte im Zeitraum 1990 bis 2010 von 22.000 auf 63.000 Mrd. US-$ um etwa den Faktor 3 zu, während der Anleihen- und Aktienmarkt fast um den Faktor 10 von 9.000 auf 87.000 Mrd US-$ anzog. Das ist aber alles noch garnichts gegen die Explosion am Derivatemarkt, denn der Gegenwert der dort gehandelten Papiere raste von 2.000 auf fast 700.000 Mrd. US-Dollar.
Schweizer Großbank UBS ist Opfer eines milliardenschweren Spekulationsskandals
Die Schweizer Großbank UBS ist Opfer eines milliardenschweren Spekulationsskandals geworden, bei dem ein Verlust von etwa 2 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) durch das nicht autorisierte Vorgehen eines einzigen Händlers ( männlich 31 Jahre alt ) entstanden sein soll.
Dabei ist aber der rein materielle Schden nicht so gravierend wie der Vertrauens und – Reputationsschaden. Die Banken reden zwar immer von Risikomanagement in schauen Gesprächen mit Kunden haben aber den eigenen Handel weder im Griff noch richtig überwacht. Daran sehen Sie mal wie bei den Banken Reden und Handeln nicht zusammenpassen – sagen Sie mir bitte nicht das ist der einzige Fall. Wir hatten solche Sachen schon öfters und viele Dinge werden da sicher auch vertuscht.
Nun droht dem Institut nach einem bereits erlittenen Gewinneinbruch im 2. Quartal ein gewaltiger weiterer Verlust. Als Konsequenz sollen nun 3.500 Stellen gestrichen werden – das sind 5% der Beschäftigten.
Ich würde es anders machen – 95% entlassen und nur 5% für die Abwicklung von Zahlungsverkehr behalten. In keiner Branche wird Nichtstun, Nichtswissen und nur Sc…… labern so gut oder überhaupt bezahlt wie in der Finanz- und Versicherungsindustrie.
Nimmt China gewaltige Anleihenkäufe von europäischen Schulden-Problemstaaten vor?
In den letzten Tagen wurde immer wieder darüber gesprochen, daß China gewaltige Anleihenkäufe von europäischen Schulden-Problemstaaten vornehmen werde. Ich dachte mir da sofort, daß das Müll ist, der nur daher kommt, daß man keinen Tag die Klappe halten kann und immer irgendetwas melden muß bzw. zum Spekulieren braucht. Dass wir aktuell noch viele Dumme haben die das über Bank- und Versicherungsanlagen tun – also die Schulden der größten Pfeifen zu finanzieren – war mir klar und auch daß die Notenbanken den Schrott mit frisch gedrucktem Geld aufkaufen ist verständlich….. aber dass China arbeitet und das überschüssige Geld dann an die größten Pfeifen, Idioten und Verschwender verleiht – das kam mir sofort komisch vor.
China dämpfte nun diesbezügliche Hoffnungen auf Hilfen für Europa.
Man zeigte sich sogar äußerst verwundert über die Hoffnung, dass das Land Retter der verschuldeten europäischen Länder sein könne. ” Die Länder sollten ihre Verantwortung selbst erfüllen ” heißt es dazu nun von höchsten Stellen.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian rückte man dieses dumme Gelabere, das auch von vielen Internetseiten und natürlich den Mainstream-Medien verbreitet wurde, nun wieder gerade.
Deutsche Exporte legen zu
Die deutschen Exporte haben im ersten Halbjahr 2011 um 14,7% auf 525,6% zugelegt. Preisbereinigt bleibt ein Plus von 10,1%. Die Importe stiegen um 16,4% auf 446,5% ( preisbereinigt 7,3% ). Wir haben also einen Überschuß von fast 80 Mrd. Euro in diesem Zeitraum erzielt – einen großen Teil davon gegenüber anderen Eurostaaten. Das bedeutet nichts anderes, als dass diese Gelder in eben diesen Staaten fehlen. Wenn das ohne Eingriffe oder Transferzahlungen über einen längeren Zeitraum geht, dann bluten die Defizitländer aus. Es ist in einem starren Währungsgebilde also immer nur eine Frage der Zeit bis es zu Spannungen oder eben Hilfen kommen muß.
Früher hätte die DM eben aufgewertet und zwar solange bis die Exporte zu teuer werden und dafür Importe günstiger. Das geht immer solange bis sich das ausgleicht. Länder wie Itlaien oder Griechenland haben nun diese Abwertungsmöglichkeit über die Währung nicht mehr also bluten die Staaten irgendwann aus. Das ist auch der Grund warum China soviele Us-Staatsanleihen kauft. Das ist der einfachste Weg den Amerikanern das Geld wieder zurückzugeben, ohne das sie nicht mehr in Chiana einkaufen könnten.
Gold und Silber weit von einer “Blase” entfernt!
Seit dem Ende des letzten Goldbullenmarktes im Jahr 1980 ( Gold erreichte damals 850 US-Dollar ) lag die Notenbankgeldmenge bei 200 Milliarden US-Dollar – aktuell stehen wir hier bei fast 3.000 Mrd. US-Dollar. Wenn Gold diese ver-15-fachung nachvollziehen würde, dann müssten wir ( 850 x 15, also mindestens 12.750 Dollar erreichen. Von Blase also keine Spur.
Non interessanter ist ein Blick auf die Gewichtung von Gold in den Portfolios der Anleger:
Weltweit lagen wir da 1980 bei fast 30% – aktuell sind wir bei 0,93%. Und vor allem ein Blick auf die großen Kapitalsammelstellen zeigt, daß die Finanzindustrie noch garnichts verstanden hat, denn US-Pensionsfonds sind mit lächerlichen 0,16% ihres Anlagevolumens in Gold investiert. Bei den Versicherungen, die fast 20 Billionen in Verwaltung haben sieht es ähnlich aus und auch ein Bick in Staatsfonds ( fast 4 Billionen ) und Hedgefonds (2,0 Billionen US-Dollar ) offenbart, daß wir hier selbst von der 1%-Quote noch Lichtjahre entfernt sind. Edelmetalle als Anlage sind also in den Portfoilios derer, die sich auskennen sollten und Gelder ja auch oft sicher über Jahrzenhte kisensicher anlegen sollten nicht vorhanden.
Dass Gold oder Silber also schon zu teuer und in aller Munde seien ist also der Witz des Jahres. Es reden zwar viele drüber, aber das ist fast so, wie wenn sich Männer über Sex unterhalten. Da kann man von den ganzen “Aktivitäten” auch nur einen Bruchteil glauben.
USA – Immer mehr Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze
Aus den USA: Die Anzahl derer, die dort unterhalb der Armutsgrenze leben legte gegenüber 2009 von 43,6 auf aktuell über 46,2 Millionen zu. An der Masse ging also auch der angebliche Aufschwung der letzten Jahre völlig vorbei. Die Zahl der US-Amerikaner ohne Krankenversicherung hatn nun übrigens die 50 Millionenmarke erreicht.
Die Fakten aus den USA werden aktuell von dem Gerede um Griechenland völlig eingegraben – wir rechnen daher mit einer baldigen Abwertung des Dollars zum Euro Richtung 1,60 oder 1,70 auf Sicht von 12 Monaten!
Bis neulich,
Frieder Morneweg
Dank und Grüße an Gerhard Kastner
!
























[...] Gold und Silber weit von einer Blase entfernt! Share this:TwitterFacebookGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 um 2:17 pm und veröffentlicht in Uncategorized. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag per RSS 2.0-Feed folgen. « KOPP Nachrichten. Polen und EU erwarten bei Euro-Ende Kriege. [...]