Cyber-Kriminalität ist in aller Munde, und auch die Sicherheit der WLAN-Router an sich ist nun als äußerst dürftig erkannt worden. Nach einer repräsentativen Studie soll die werksmäßige Verschlüsselung zumindest einiger der derzeitigen WLAN-Router in Deutschland einer hohen Sicherheitsstufe nicht genügen – ganz im Gegenteil: Die eigens von den Herstellerfirmen eingetragenen WPA-Schlüssel sollen in vielen Fällen ohne große Schwierigkeiten erraten werden können.
Der Grund der Unsicherheit sogar moderner und mit neuester Technik ausgestatteter WLAN Router ist die zur Verschlüsselung genutzte Datenreihe, die bei Vorliegen entsprechender Kenntnisse und Tools einfach ausgemacht werden kann. Obgleich diese Gefahr den betroffenen Entwicklern bereits seit einiger Zeit bekannt sein soll, wurde bislang vornehmlich aus Kostengründen auf eine Umstellung zum AVM verzichtet, bei dem ein zufälliger Code maschinell erstellt wird. Während Vodafone nun einen Schritt auf die unsicher gewordenen Verbraucher zugeht und in sämtliche ab jetzt erscheinenden WLAN Router ein derartiges System einbauen will, verweist die Telekom hingegen auf Handbücher und Informationen für den User, nach denen dieser den Code nach Erhalt des Gerätes selber ändern sollte.
Doch hier als Laie ein Kennwort zu wählen, das nicht zu kacken ist, dürfte sich ebenfalls als schwierig darstellen. So haben im Voraus abgesprochene Tests von Studenten ergeben, dass Zugangsdaten bei einigen Modellen der WLAN-Router auf dem deutschen Markt besonders einfach herauszufinden seien – bereits nach Kombinationsmöglichkeiten aus weniger als einhundert Zahlen sei es innerhalb von unter fünf Minuten möglich gewesen, sich über einen dritten WLAN-Router anzumelden und sogleich problemlos im Word Wide Web auf Kosten anderer umherstöbern zu können.
Denn das Problem derjenigen, dessen Router hier unbewusst und ungewollt auch anderen beim Onlinegehen hilft, sind die daraus entstehenden finanziellen Aufwendungen, die teils sehr hoch liegen können – abhängig vom Umfang der heruntergeladenen Daten. Denn noch ist in Deutschland jeder Besitzer eines WLAN-Routers ist eigens dafür verantwortlich, dass sich kein Fremder seines Gerätes bedient.
Bis neulich,
Frieder Morneweg























