Eine kürzlich vom Branchenverband Bitkom durchgeführte Studie hinsichtlich Internetnutzung innerhalb der deutschen Bevölkerung zeigt zumindest für alle Lehrkörper des Landes erfreuliche Resultate. Denn die Erhebung widerlegt das Vorurteil, dass sich Lehrer, einmal verbeamtet, nicht weiter um aktuelle Geschehnisse kümmern, sondern jahrein, jahraus dasselbe predigen und den Lehrplan bereits im Schlaf abrufen können. Im Gegenteil – wer heutzutage mit der modernen Technik geht, sind diejenigen, die den Schülern zukünftiges Computerwissen vermitteln. Eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Lehrern ist in Besitz mindestens eines Netbooks und nutzt dieses für tägliche Recherchen und das Erstellen diverser Dokumente für den Unterricht.
Mit rund 90 Prozent, ist diese Berufsgruppe der deutschen Gesamtbevölkerung im Durchschnitt um ein gutes Viertel voraus, was die Nutzung von Breitbandinternet und einem Netbook für den privaten Gebrauch betrifft. Und gut drei Viertel davon sind sogar im Besitz eines Laptops sowie eines fest installierten PCs. Die Befragten stehen der modernen Technik mehr als aufgeschlossen gegenüber – nicht nur, weil sie damit ihren eigenen Alltag problemlos gestalten, sondern auch, um ihren Schülern Wissen rund um Computer und Internet vermitteln zu können. Schwierigkeiten scheint es hier für zumindest zehn Prozent einzig in einer anderen Richtung zu geben: Denn diesen fällt es nach eigenem Bekunden schwer, das Netbook nach der erforderlichen Nutzung auch wieder auszuschalten.
Allerdings: Das Alter spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Technik-Affinität unter deutschen Lehrkräften. Wer bereits älter ist als 50 Jahre, der kritisiert die unpersönliche Kommunikationsmöglichkeit sehr viel stärker als jüngere Kollegen. Und die Jüngsten in der Schule? Sie freuen sich schon auf den Nachmittag am PC zuhause. Denn im Unterricht wird von Schülern ein PC im durchschnitt nicht mehr als einmal innerhalb von zwei Wochen genutzt.
Bis neulich,
Frieder Morneweg























