Nach den Turbulenzen an den Märkten in der letzten Woche und der Abstufung der US-Bonität durch S&P haben sich die G7-Staaten nun auf eine massive, gezielte und gemeinsame Stützung der Märkte geeinigt.
Man werde nun mit allen Mitteln versuchen die Börsen, die Anleihen, die Währungen und die Weltkonjunktur wieder auf Kurs bzw. in ruhigere Fahrwasser zu bringen.
Die arabischen Börsen haben am Wochenende schon mit Abschlägen non 2 bis 4% auf den Verlust der Bestnote AAA der US-Anleihen reagiert.
In Asien kommt es ebenfalls zu Verlusten von 2% beim Nikkei bis hin zu 6% in Shanghai.
Der Future auf die US-Börsen ist aktuell mit 1% im Minus – das würde einen Startverlust beim Dow von etwa 120 Punkten entsprechen.
Der DAX könnte heute Morgen nach einem Schlussstand von Freitag 22 Uhr bei 6.300 so etwa bei 6.100 eröffnen.
Der eigentliche DAX-Schluß vom Freitag war ja bei 6.236 um 17.45 Uhr – sodaß sich die späte Erholung der US-Märkte nicht mehr auswirken konnte.
Man sollte hier also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen – aber das nur am Rande.
Auch die EZB hat sich in diversen Krisengesprächen am Wochenende dazu entschlossen, die Märkte auf jeden Fall zu stützen, sowie Währungsexzesse auszugleichen.
Zu diesen Stützungsmaßnahmen gehört vor allem die gewaltige Aufstockung der Volumen, mit den man europäische Staatsanleihen diverser Länder kaufen möchte.
An der Spitze stehen hier die Papiere von Italien und Spanien.
Merken Sie übrigens bei der Berichterstattung über die ganzen Krisen, Schulden oder Stützungsmaßnahmen etwas?
Von den Edelmetallen redet kein Mensch, die braucht man nicht schützen und da muss man auch keine Schwankungen ausgleichen, denn die laufen schon lange fast nur noch nach oben.
Viele werden sich jetzt denken:
Aktien und Anleihen haben ein Problem… klar, aber was ist mit Immobilien?
Immobilien haben das Problem, dass das weltweit mit der größte Vermögensblock ist. Auf der Wertstabilität der Immobilien beruhen viele Kreditsicherheiten, Altersvorsorgen usw….
Wenn die Immopreise rutschen oder Währungen zu stark schwanken, dann haben entweder die Banken ein Problem mit der Beleihung ( wenn der Wert der Immobilie als Sicherheit bei einem evtl. Verkauf den Restwert des noch offenen Darlehens unterschreitet ) oder die Häuslebauer mit der Kreditrückzahlung ( jüngstes Beispiel ist hier die massive Aufwertung des Schweizer Franken).
Das Problem mit den CHF-Krediten ist folgendes: : Da werden zinsgünstige Kredite in einer Währung aufgenommen – beispielsweise im Schweizer Franken um ein Haus zu finanzieren. Das bedeutet eine Zinsersparnis gegenüber einem Darlehen in der eigenen Heimatwährung aber auch die Pflicht, den Kredit in eben dieser Währung zurückzubezahlen.
Steigt nun der Wert die Währung im Wechselkurs an, dann entstehen neben den Zinskosten noch Währungsverluste:
Dazu ein konkretes Rechenbeispiel mit dem Schweizer Franken:
Sie haben vor 3 Jahren zum Kurs von 1,60 vom Euro zum CHF einen Kredit von 1.000 Schweizer Franken aufgenommen. Das kostete Sie damals also genau 625 Euro.
Der aktuelle Stand sieht so aus: (lassen wir der Einfachheit wegen die Zinsen bei der Berechnung einfach mal weg, weil es hier ja nicht um Kleinigkeiten von ein paar % geht, sondern darum die großen Fallen zu erklären)
Sie verdienen aktuell immer noch das Gleiche in Euro, müssen aber den Kredit in CHF zurückzahlen. Bei einem aktuellen Wechselkurs von ca.1,08 bedeutet das, dass Sie aktuell 926 benötigen, die 1.000 Schweizer Franken von oben zurückzuzahlen.
Sie haben sich also mit einem CHF-Kredit pro Jahr 1 oder 2% Zinsen gespart, müssen aber aktuell fast 50% mehr an Euros hinlegen um den Kredit auf Null stellen zu können und genau das bricht vielen aktuell das Genick.
Fremdwährungsdarlehen und ähnliche Geschichten machen die Berater bei Banken oft bei den Kunden zu ganz besonderen Insidern und Top-Leuten weil das scheinbar ganz wunderbare Kniffe wären, mit denen man den Zins austricksen könnte.
Wie schon seit Jahren geht an den Edelmetallen Gold und Silber kein Weg dran vorbei… auch wenn man(n) noch so viele Gründe dagegen sucht
!
Bis neulich,
Frieder Morneweg
Dank an zeitenwende24.de
























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