Heute habe ich für Sie ein paar harte aber ehrliche Worte von G. Kastner, sicherlich kein Unbekannter
!
USA hebt Schuldenobergrenze an
In den USA hat man sich auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze um 2.400 Milliarden Dollar – also von aktuell 14,3 Billionen auf dann 16,7 Billionen US-$ – geeinigt. Diese neue Grenze soll zunächst einmal bis Ende 2012 ausreichen. Gleichzeitig sind Sparmaßnahmen von über 2 Billionen Dollar auf Sicht der nächsten Jahre beabsichtigt, wobei man aber 2 Dinge wissen muss:
1. Es steht noch nicht genau fest wo und wie überhaupt gespart werden soll – man stellt also einfach mal eine Zahl in dem Raum – gleich auf 10 Jahre betrachtet, damit sich das nach etwas anhört
2. Die Sparmaßnahmen sollen erst ab 2013 kommen, um aktuell die Konjunktur nicht weiter zu schwächen.
An solchen Dingen sehen Sie mal wie man die Leute verarscht, denn das heißt nichts anderes als:
- wir können per Gesetz bestimmen wann wir pleite sind bzw. dass wir nie pleite gehen können
- wir werden vielleicht mal sparen, aber nicht sofort sondern irgendwann mal irgendwo
- und wir zahlen euch Anlegern auch keinen Zins wenn ihr uns Geld leiht, weil Ihr so unendlich blöd, faul, fett, träge und dumm seit, daß ihr das Geld sowieso bei den Banken und Versicherungen anlegt – egal wie hoch die Zinsen sind!
Die konkreten Zahlen dazu: Die Inflationsrate in den USA liegt aktuell bei 3,6%. Bei der heutigen 27-Mrd.-Dollar-Emission von dreimonatigen Staatspapieren gab es 0,115% Zinsen (auf das Jahr hochgerechnet!). Letzte Woche nur 0,06%!
Die aktuellen 6-Monatigen US-Anleihen bringen (wieder auf das Jahr hochgerechnet) 0,15% Zinsen – und selbst da fand man für 24 Mrd. Dollar Abnehmer.
Damit liegt die aktuelle Inflationsrate 30 Mal so hoch wie die Zinsen auf 3-monatige Geldanlagen.
Angesichts solcher Zinsen, Inflationsraten, Politiker-Aussagen, Planungen und Beschlüsse nochmal meine Frage:
Ein wie großer Superdepp muß man denn sein, wenn man aktuell immer noch Gelder bei Banken und Versicherungen anlegt (oder dort hält), die ja nichts anderes tun, als es an eben genau solche Leute, Schuldner und Staaten weiter zu verleihen???
Und glauben Sie ja nicht, daß das ein USA-typisches Phänomen ist:
Rendite deutscher Staatsanleihen unter Inflationsrate!
In Deutschland liegen die Renditen über alle Laufzeiten – egal ob wir über 2, 5 oder 10-jährige Staatsanleihen reden – unterhalb der aktuellen Inflationsrate von 2,5%.
Wenn Sie dem deutschen Staat 2 Jahre Geld leihen gibt es nur 1,1% Zinsen pro Jahr. Die Flucht in die angebliche Sicherheit ist also nichts anderes als die bombensichere, schleichende Enteignung über den negativen Realzins.
Ich beneide niemanden dieser Anleger um seine Intelligenz
!
An dem Beispiel US-Schuldenlimit / Staatsbankroot usw. in den letzten Wochen sehen Sie wieder einmal sehr gut, wie die Medien und auch die meisten Internetseiten zum Thema Edelmetalle ständig irgendeine andere Sensations-Sau durchs Dorf treiben, nur um eben jeden Tag irgendwas schreiben zu können.
Wir haben Ihnen schon vor Wochen gesagt – und ich denke, dass es doch eigentlich allen klar war – dass die USA aktuell an so einer Kleinigkeit nicht bankrott gehen werden.
Aber das ist es eben, wenn man keinen Tag die Klappe halten kann oder unter den Edelmetallfreunden ständig irgendein negatives Thema braucht, um sich daran aufgeilen zu können… da lauert gleich hinter jedem Busch der angebliche Zusammenbruch. Völlig sinnlose Zeitverschwendung. Bitte überlegen Sie sich mal selber, was Sie in den letzten Tagen und Wochen mit dem Thema Schuldenobergrenze USA an Zeit verbracht haben…
PS-Zahl der zugelassenen PKWs steigt weiter
Die durchschnittliche PS-Zahl der im ersten Halbjahr in Deutschland zugelassenen PKW betrug 134 PS. Bei Firmenwagen waren es sogar 152 PS.
Es kann mir keiner erzählen, dass man für den ganz normalen Strassen- oder Alltagsgebrauch solche Pferdestärken benötigt.
Das ist also neben der Kosmetik, technischen Spielereien und vielen anderen Dingen ein weiteres Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen innere Leere mit Äußerlichkeiten übertünchen müssen.
Oder anders formuliert:
Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!
Da sollen nämlich materielle Dinge, die man sich auf Pump kaufen oder leasen kann, genau die immateriellen Sachen ersetzen, die man sich nicht einfach mal so nebenbei schnell besorgen kann – welche man aber viel nötiger hätte. Die würden auch viel glücklicher und zufriedener machen, aber naja…
Ein Herz, das kann man nicht kaufen, auch wenn sich das mancher so denkt, doch wenn man Glück hat, doch wenn man Glück hat – bekommt man es geschenkt!
Gold als ernsthafte Anlage-Alternative
Interessant sind folgende aktuelle Zahlen, wo es um die Aufgeschlossenheit der Leute geht, wen man Sie auf das Thema “Edelmetalle als Anlag” anspricht. Hier sagen 40% der 18 bis 29-Jährigen, dass sie Gold als ernsthaft ins Auge zu fassende Alternative zu anderen traditionellem Asset-Klassen sehen. Mit 38% sind es bei den 30 bis 44-Jährigen etwas weniger, aber immer noch überraschend viele.
Auf die Frage wer denn in den nächsten 6 Monaten Edelmetallkäufe plant sagen nur noch 2% “ja”!
Die Ereignisse der letzten Monate und die doch schon häufigere Berichterstattung in den Medien darüber hat also schon etwas bewirkt, aber von Überlegen oder ins Auge fassen hat man nichts. Entweder man tut es oder bleibt eben ein ewiger Grübler, Jammerer, Zweifler und Zuschauer! Und da sind wir beim Punkt: Man zieht zwar alles in Betracht und ist allem gegenüber tolerant, aber konkret selber tut man garnichts oder wie interpretieren Sie die 2% Käufer?
Ich würde dazu sagen:
“Wer nach allen Seiten offen ist, der kann auch nicht ganz dicht sein!”
Branchenzahlen werden schlechter
Wie schon mehrfach erwähnt werden die meisten Branchenzahlen oder volkswirtschaftliche Daten seit Monaten immer schlechter. Nun meldet auch der deutsche Maschinenbau einen deutlichen Einbruch. Nach 2-stelligen Wachstumsraten in den vergangenen Monaten gab es im Juni nur noch ein Plus von 1%bei den Aufträgen. Der Einbruch im Inland um 14% wurde von Zuwächsen aus dem Ausland von etwa 10% ausgeglichen.
2010 Rekordjahr für US-Firmen
2010 war für die US-Firmen ein Rekordjahr. Die größten 500 US-Konzerne verdienten mit 770 Mrd. Dollar soviel wie niemals zuvor. Für 2011 rechnet man mit einem Gewinn von 914 Mrd. Dollar – 2012 soll die 1 –Billion-Marke fallen. Das für 2011 glaube ich noch – mit dem Billionen-Rekord 2012 hab ich meine Probleme. Interessant auch, dass die US-Konzerne mit 117 Mrd. Dollar Steuern ans Ausland mehr abführen als an die US-Finanzbehörden mit 102 Mrd. US-Dollar!
Schlechte Daten von der US-Konjunktur schickten heute im Tagesverlauf die Börsen in den Keller (der Dax startete mit 100 Punkten Plus – jetz liegt er 200 im Minus!) und Gold auf ein neues Rekordhoch:
Es geht um die US-Industrie. Die ist im Juli kräftig eingebrochen. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel überraschend kräftig auf nur noch 50,9 Zähler von 55,3 Punkten im Juni. “Experten” hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 54,9 Punkte gerechnet.
Das wichtige Konjunktur-Barometer liegt damit nur noch knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten – wird diese unterschritten kann man auch relativ sicher von einer Schrumpfung des BIP ausgehen. Die US-Firmen mussten im Juli ihr erstes Auftragsminus seit Jahren einstecken!
Das Ganze wird aber begleitet von weiter fallenden Zinsen, weil man den angeblich “sicheren Hafen” Anleihen schont und 2. darauf setzt, dass die Notenbanken bald mit weiteren Staats-Schuldenaufkäufen den Markt und die Konjunktur stützen werden. Der schon mal genannte US-T-Bond-Future (N-TV Videotext Seite 301) legt heute weitere 87 Stellen auf 129 zu!
Verschuldung steigt, aber Anleihen-Zinsen sinken weiter
Bei den 5-jährigen Anleihen sind wir in den USA nun bei 1,28%. Für 10-jährige deutsche Anleihen gibt es nur noch 2,47% Zins.
Vielen Dank an G. Kastner für diese erstklassige Zusammenfassung – Wie immer perfekt auf den Punkt gebracht
!
Bis neulich,
Frieder Morneweg
























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