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Edelmetalle – Inflation und Enteigung: Blick in die Geschichte!

Es kommt immer wieder die Frage auf, wie es in der Geschichte gelaufen ist, wenn die Inflationsraten anzogen und der Staat nach Einnahmequellen bei denen suchte, wo es noch was zu holen gab.

Im Jahr 1922 beispielsweise erkannten die Landwirte die Inflationsgefahren – also überlegte man wie man dem entgegenwirken konnte. Man suchte das Heil in den Sachwerten – also irgendetwas was selber ein Sachwert war oder einen solchen zumindest verbriefte. So entstanden die “Sachwertanleihen” (zunächst auch Roggenanleihen genannt).

Diese verbrieften den Anspruch auf eine bestimmte Menge Roggen. Weil sich das großer Beliebtheit erfreute und die Umsätze stiegen wurde 1922 die Roggenbank AG gegründet, welche die Anleihen herausgab.

Wertloses Papiergeld

So war gewährleistet, dass die produzierten Güter nicht mit dem Verfall des Papiergeldes wertlos wurden. 1 Kilo Roggen bleibt immer ein Kilo Roggen!

Die Industrie legte ähnliche Anleihen auf, die auf andere Güter oder Materialien lauteten. Relativ oder in Kaufkraft betrachtet konnten alle die das so machten die Werte erhalten – das störte natürlich den Staat, die Allgemeinheit und die Banken.

Und die schlugen zu einem vernichtenden Gegenschlag aus, der so aussah, daß man eine Rentenbank ins Leben rief. Die von dieser Bank ausgegebenen Anleihen und Zahlungsmittel wurden per Gesetz als “neues, werthaltiges Geld ” tituliert und auch die Annahme bei allen öffentlichen Kassen war gewährleistet. So gab man dem Papier eine Rechtfertigung und Daseinsberechtigung – noch dazu besichert mit an erster Stelle eingetragenen Zwangshypotheken auf landwirtschaftliche sowie industrielle Vermögen.

So wurden die Bauern mehr oder weniger Teil-Zwangs-Enteignet und um notwenig benötigte Werte, Geldmittel und Reserven gebracht.

Der Staat hatte sich mit der Einführung der Rentenmark mehr oder weniger entschuldet, während die Bauern in den Folgejahren auch noch die Hyotheken zurückzahlen mussten.

Die Rückzahlung der Schulden bzw. der Hypothek musste natürlich im ”von der Masse, den Banken und der Öffentlichkeit anerkannten Geld” erfolgen, sodaß man die produzierten Güter nicht mehr in Roggenanleihen wechseln konnte, sondern gegen Papiergeld tauschen musste.

Angst vor Vermögensverlust

Als Ausweg kamen weder Boykott noch Verringerung der Verkäufe in Frage, weil das sofort zum Verlust des belasteten Vermögens geführt hätte.

Geld für neue Investitionen war schwer zu bekommen und sehr teuer, weil es ja an Sicherheiten ( die an erster Stelle eingetragene Hypothek lastet wie Blei auf den Bauern ) und Rücklagen fehlte. Folge: Viele wanderten in den Ruin oder wurden Zwangsversteigert.

Im Kern war der Schutz vor der Inflation über die Sachwerte schon der richtige Weg, die Schwierigkeit ist nur, daß wir in einer solchen Phase eine Verarmung der Masse und ein gewaltiges Problem bei den Staatsfinanzen haben. Bekanntes und offiziell gehaltenes Vermögen ( egal ob Immobilien, Bankanlagen oder Aktien) bietet also keinen Schutz vor irgendwas, weil der Staat die Spielregeln von einen auf den anderen Tag ändern kann.

Und noch eine wichtige Erkenntnis liegt in der Geschichte:

Die Behandlung der Edelmetallanleger und auch die öffentliche Stimmung dieser Gruppe gegenüber hängt wesentlich davon ab, wieviele Gold- und Silberbesitzer es in einer Gesellschaft gibt.

Je kleiner die Gruppe, desto geringer der Schutz durch die Politik und desto mehr gierige Neider gibt es.

Von daher gibt es sehr gute Gründe das Thema Edelmetalle, Gold, Silber wo auch immer es geht weiterzugeben :-) !

Bis neulich,
Frieder Morneweg

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Quelle: zeitenwende24.de

One Comment

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