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News +++ Italien unter Druck, China, Automobilbranche, Spanien

Italien im freien Fall

Der italienische Aktienindex ist in den letzten Tagen in den freien Fall übergegangen.

Alleine heute waren es fast 4%, in den letzten Monaten ging es bereits von über 20.500 auf 18.300 nach unten. Wir dürfen uns also in Deutschland von der positiven Entwicklung des Dax nicht über das hinwegtäuschen lassen, was um uns herum passiert.

Angeführt wird die Verliererliste natürlich von den Bank- und Finanztiteln. Und davon bleiben auch deutsche Bankaktien nicht verschont. Die Commerzbank-Aktie verlor heute über 8% im Kurs. Diese Turbulenzen riefen nun auch schon die italienischen Aufsichtsbehörden auf den Plan, sodaß mit Wirkung ab 12.07.2011 Leerverkaufspositionen in italienischen Finanztiteln verboten worden sind. Noch offene Positionen müssen entsprechend offengelegt und der Behörde gemeldet werden. Immer mehr große US-Hedgefonds haben in den letzten Monaten auch verstärkt gegen italienische Anleihen spekuliert.

Folge der ganzen Unsicherheiten: Die Zinsen für 10jährige italienische Staatsanleihen stiegen heute auf 5,4% – damit erreichte auch der Spread zu Bundesanleihen mit 3% den größten Wert seit der Euro-Einführung.

Die Zinsen für Anleihen aus Italien zogen heute im 2-Jahresbereich um fast 20% auf 4,2% an und auch bei den längeren Laufzeiten explodierten die Zinsen. Interessanterweise erwischte es auch die Anleihen Spaniens und Gelgiens, während deutsche 2 und 5-Jahresanleihen fast 10% bei den Zinsen verloren.

Es gibt also eine unglaubliche Flucht in den angeblich sicheren Hafen “deutsche Schulden!”

Bis Jahresende 2011 muß Italien noch Anleihen im Volumen von 177 Mrd. Euro zurückzahlen bzw. selbige mit der Ausgabe neuer Anleihen rollen. Das dürfte nicht so einfach werden, denn die Verschuldung der drittgrößten europäischen Volkswirtschaft liegt schon bei 120% des BIP und das Mißtrauen wächst. Der aktuelle Schuldenstand Italiens: 1,84 Billionen Euro!

Euro-Rettungsschirm wird weiter aufgestockt

Als Folge der Ausweitung der Schuldenkrise denkt die Europäische Zentralbank (EZB) nun sogar schon über eine gewaltige, weitere Aufstockung des Euro-Rettungsschirms nach. Es soll von 750 auf 1,5 Billionen Euro eine glatte Verdoppelung geben.

Inflation in China steigt

Chinas Inflationsrate erreichte im Mai 2011 mit 5,5% ( zum Vorjahr ) den höchsten Stand seit 3 Jahren.

Absatz der Automobilindustrie steigt

Die Automobilindustrie brummt – die Frage ist nur wie lange noch:
Daimler steigerte die Verkäufe im 1. Halbjahr 2011 um 9,5%, bei BMW und Audi ging es im gleichen Zeitraum um über 18% nach oben und VW könnte 2011 zum ersten Mal in der Geschichte über 8 Millionen Fahrzeuge absetzen. Im 1.Halbjahr waren es schon über 4 Millionen, im ganzen Jahr 2010 lediglich 7,3 Millionen Einheiten.

Häuserpreise in Spanien müssen fallen

Spanien: Hier lastet immer noch ein Bestand 700.000 unverkaufter Häuser wie Blei auf den Preisen. Die Häuserpreise weren sich wohl von der Sptze 2007 aus etwa halbieren müssen, bis sich alles wieder eingependelt hat. Aktuell haben die Preise erst 25% verloren. Das wiederum zeigt das Risiko, dass auch Spanien einen Bailout braucht. Die unglaublichsten Zahlen aus Spanien bleiben aber die breite Massen-Arbeitslosigkeit von über 22% und die Jugendarbeitslosigkeit ( 19-25 Jahre) von über 46%!!!

Wieviel Gold besitzen die Zentralbanken?

Die Zentralbanken der Welt sollen insgesamt noch auf 30.000 Tonnen Gold sitzen – glaubt man den offiziellen Zahlen. Die Zweifel daran sind aber mehr als berechtigt, denn es scheint so, daß viele selbiges schon ( entweder auf dem Papier oder sogar physisch ) verkauft bzw. zumindest verliehen haben. Irgendwas ist da im Busch – man weiß nur noch nicht genau was. Dazu passt auch die aktuelle Meldung, daß immer mehr Notenbanken die eigenen Goldreserven in physischer Form von der BIZ – also der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel zurück in die Heimat holen. 2010 waren das 635 Tonnen Gold – das ist der größte Abzug seit über 10 Jahren. Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Jahresbericht der BIZ.

“Bargeldzahler” leben gesünder als “Kartenzahler”

Eine große Studie in Supermärkten der USA (zustande gekommen über eine Auswertung der Supermarktbons) hat zu einem überraschenden Ergebnis geführt: Barler gehen gesünder einkaufen als diejenigen, die mit Karte bezahlen. Dadurch daß man in dem Zusammenhang nur Singles befragte war sichergestellt, daß die Teilnehmer auch (höchstwahrscheinlich) das selber essen was sie kaufen. :-)

Bis neulich,
Frieder Morneweg

webStimme.de

Quelle und Dank an zeitenwende24.de.

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