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News +++ Deutschlands Exporte, USA, Griechenland, Börseneinbruch

Deutschlands Exporte brechen ein

Die deutschen Exporte sind im April 2011 gegenüber dem Vormonat 03/2011 auf 84,3 Mrd. Euro zurückgegangen. Das ist das größte Minus seit Januar 2009, wo es einen Einbruch um 6,5% gab. Verglichen mit dem April 2010 bleibt aber immer noch ein Plus von 13,4%. Die Importe gingen zwar von März auf April 2011 um 2,5% zurück, aber gegenüber 03/2010 gibt es immer noch einen Anstieg von 20,1% zu vermelden.

Interessant ist, wenn man sich mal ansieht, wie diverse Seiten und Medien mit diesen Zahlen zum April 2011 umgehen: Viele ziehen da nur die negative Veränderung zum März 2011 heraus – lassen aber die positive Tendenz auf Jahressicht völlig wegfallen. Man kann sich also alles schlecht reden und rechnen, wenn man will. Der Ehrlichkeit halber sollte man mit erwähnen, dass wir im März 2011 einen historischen Exportrekord von 98,3 Mrd. Euro hatten. Das waren fast unglaubliche 10 Mrd. Euro mehr als die bisherige Rekordmarke in der deutschen Geschichte. Diese stammte aus dem April 2008 mir 88,8 Mrd. Euro. Ein Rücksetzer in einem einzelnen Monat – von so einem „Kracher-Monat“ aus – ist sicherlich noch kein Grund den Abgesang auf die Weltwirtschaft anzustimmen, aber es macht sich eben besser und zieht mehr Aufmerksamkeit an, wenn man das Ganze mit der Überschrift: „Deutschlands Exporte brechen ein!“ betitelt.

Erste Ratingagentur stuft USA herab

Mit der deutschen Bad Homburger Feri EuroRating Services AG hat nun die erste Ratingagentur die Bonität der USA von AAA auf AA abgestuft. Die großen Agenturen zögern zwar noch mit so einem Schritt, haben aber auch schon negative Kommentare abgegeben. Begründung. 1. Verschlechterung der Bonität, 2. unzureichende Haushaltskonsolidierung und 3. nachlassende Wachstumsaussichten. Dazu passt auch eine aktuelle Zahl: Der US-Einkaufsmanagerindex bricht im Mai 2011 von 60,4 auf 53,5 Punkte ein.

Versicherungen ziehen Geld aus Griechenland ab

Die deutschen Versicherungen haben in den letzten 12 Monaten das Anlagevolumen in griechischen Staatsanleihen von knapp 6 Mrd. Euro auf unter 2,9 Mrd. Euro zurückgefahren. Griechenland benötigt nach Einschätzung der Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Weltwährungsfonds weitere Hilfen in Höhe von 90 bis 120 Milliarden Euro um die Pleite zu verhindern. Die aktuellen Privatisierungserlöse seien nur ein kurzfristiger Tropfen auf den heißen Stein.

Nachlassenden Wachstumsraten – Wird ein Börseneinbruch kommen?

Die Börsen in den USA und Deutschland kämpfen gerade mit den runden Marken von 12.000 bzw. 7.000 Zählern.

Trotz nachlassenden Wachstumsraten der Weltkonjunktur rechnen wir nicht mit einem nachhaltigen Börseneinbruch. Grund: Die Zinsen fallen seit Wochen deutlich! Alleine die Zinsen für 2-jährige US-Anleihen haben sich zuletzt von den Hochs ( Februar 2011 bei 0,85% und im April 2011 bei 0,83% ) fast halbiert. Im Moment bekommen Sie auf solche Papiere nur noch 0,4% Zinsen und selbst die 10-Jährigen Anleihen sind wieder unter 3% gefallen. Da wirken sich also die ganzen Abstufungsdiskussionen usw. überhaupt nicht aus, weil die Notenbanken immer mehr Papiere aufsaugen. Das löst zwar langfristig die Probleme nicht, aber aktuell halten diese Maßnahmen die Kiste noch zusammen. Und bei einem Blick auf die Anleihen von Italien und Spanien muss man feststellen, dass die mit aktuell ca. 3% für 2-jährige Anleihen sicher noch keine Zins-Zahlungs-Belastungen erreicht haben, wo man unmittelbar vor dem Bankrott steht. Auch ein Blick auf die 10-jährigen Papiere mit etwa 5% Verzinsung sind noch kein Sargnagel an den Staatshaushalten – da brauchen wir noch mehr Schulden und höhere Zinsen.

Wirtschaftsleistung der Schwellenländer zieht weiter an

Aktuellen Schätzungen zufolge wird die Wirtschaftsleistung der Schwellenländer in den Jahren 2011 bis 2013 weiter um über 6% jährlich anziehen – nach einem Plus von 7,3% in 2010. Die großen Industrieländer wachsen 2011 nur noch um 2,2% nach 2,7% im Jahr 2010. Die gesamte Weltwirtschaft soll 2011, 2012 und 2013 um jeweils etwas mehr als 3% wachsen.

Bis neulich,
Frieder Morneweg

webStimme.de

Dank an zeitenwende24.de

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