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News – Discounter erhöhen Preise. Verstaatlichungen im Minensektor uvm.

Verstaatlichungen im Minensektor

Verstaatlichungen im Minensektor beginnen! Wie wir vor einigen Wochen schon angekündigt haben, ist im Minensektor in den nächsten Jahren mit erheblichen Eingriffen – auch in Form von Verstaatlichungen – zu rechnen.

Namibia hat nun den “Anfang” gemacht.

(Vor einiger Zeit hatten wir schon Verstaatlichungen in Venezuela, aber seitdem war es relativ ruhig!) .

Dort wird ein staatliches Unternehmen alle Mineralrechte erhalten. Sämtliche Bergbau- und Mineralexplorationsrechte werden dort also nun dem staatlichen Unternehmen “Epangelo” übertragen.
Das Kabinett teilte dazu mit, daß Uran, Gold, Kupfer, Kohle, Diamanten und Seltene Erden rückwirkend zum Ende März zu ‘strategischen Mineralien’ erklärt wurden – die Rechte an diesen strategischen Mineralien müssen nun ausschließlich an ein staatliches Unternehmen abgegeben werden. Damit ist praktisch der gesamte Sektor verstaatlicht. Diese Nachricht drückt auch auf den Minensektor allgemein, weil mit ähnlichen Schritten anderer Staaten in den nächsten Jahren relativ sicher zu rechnen ist.

Bereits Anfang März hatte Finanzministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila verkündet, man ziehe eine Änderung der Bergbaugesetze in Erwägung, damit die Einwohner Namibias besser von dem Mineralreichtum des Landes und den steigenden Preisen profitieren können.

Wie schon gesagt: Ganz am Ende des Tages zählt nur die physische Ware im eigenen Besitz bzw. im richtigen Schließfach, sonst garnichts! Aktuell ist das für die meisten Länder noch keine Thema und ich sehe das auch in Südafrika noch weit weg, aber die Richtung ist klar, denn die Verlierer in der Gesellschaft und die Regierungen werden alles versuchen den eigenen Untergang und die finale Abrechnung solange wie möglich hinauszuzögern. Und wie geht das einfacher als eben die auszusaugen, die dann die Krisengewinnler sind oder eben diejenigen, die offiziell noch was haben.

Arbeitslosenquote in Spanien

Spanien: Die Arbeitslosenquote kletterte zuletzt um fast einen weiteren %-Punkt auf knapp 21,3% – das ist die höchste Quote in Westeuropa. In 1,4 Millionen Haushalten sind alle Erwerbsfähigen ohne Job. Und neben den Haushaltsdefiziten steigen auch die Inflationsraten weiter an – aktuell liegen wir hier bei 3,5%. Das teilte die spanische Statistikbehörde (INE) heute in Madrid mit. Die Umsätze im Einzelhandel sind zuletzt um 8,6% eingebrochen, was das neunte Minus in Folge darstellt. Für 2011 erwartet man “offiziell” für Spanien ein Wachstum von 1,3% – aber nur wenn man wie die offiziellen Stellen ein Träumer ist. Wir rechnen nicht einmal mit einer schwarzen Null. Spanien ist der nächste Kandidat für eine Pleite, weil sich dort die Kennzahlen am schnellsten verschlechtern, aber das dauert noch. Wir bleiben bei unserem Szenario, daß es Ende 2013 eng wird für das Finanzsystem.

Griechenland verkauft staatliche Immobilien

Griechenland startet einen gigantischen Verkauf staatlicher Immobilien um die Schuldenlast zu drücken.
Der erwartete Gesamterlös aus Immobilienverkäufen soll zwischen 25 Mrd. und 35 Mrd. Euro liegen – insgesamt sind 50 Mrd. Euro für die geplanten Privatisierungen staatseigenen Vermögens angesetzt. Das soll die griechische Verschuldungsquote im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt um 20 Prozentpunkte senken. Betroffen sind vor allem Glücksspielbetriebe, Energiekonzerne, die griechische Telekom, Grundbesitz und Infrastrukturanlagen.
Kommentar: endlich muß und geht man da mal an das Eingemachte ran. Mir war es schon lange ein Rätsel wie man Hilfe von außen in Milliardenhöhe bekommen kann ohne mal selber an den eigenen Speck ran zu müssen!

Discounter erhöhen Preise

Discounter erhöhen Preise auf breiter Front und zwar um bis zu 50%!
Was die Import- und die Großhandelspreise schon seit Monaten mit 2-stelligen prozentualen Preis-Steiegrungsraten andeuten wird nun immer härtere Realität – auch für die Endkunden: Die Preise ziehen immer deutlicher an, wobei sich die Teuerung relativ breit gefächert durch das ganze Sortiment rollt!
Den Start machten Käse und Brot – später folgten Kaffee, Apfelsaft, Frühstücksflocken usw.
Beispiel Aldi Nord: Dort hat man von November 2010 bis Januar 2011 nur bei 17 Produkten die Preise gesenkt, gleichzeitig aber bei 77 anderen die Preise erhöht.
Bei Aldi Süd ging es 95-mal rauf und nur 25-mal runter. Und diese Quoten sind bei Lidl und Netto ähnlich.

Edeka und die dazugehörige Discountkette Netto konnten 2010 den Umsatz um 3,4% auf 43,5 Milliarden Euro steigern. Für 2011 peilt die Supermarktkette ein Wachstum von 3% an.

Papiergeld zerfressen

Wie leicht zerstörbar und empfindlich Papiergeld ist, das musste nun eine indische Bank – und zwar die State Bank of India – auf eindrucksvolle Weise erfahren. Dort haben sich Termiten durch die gelagerten Geldscheine gefressen und in der Kleinstadt Barabanki Banknoten im Wert von 10 Millionen Rupien zerstört, das sind umgerechnet über 150.000 Euro!
In der Vergangenheit hatten Insekten dort schon desöfteren Möbel und Akten der Bank angefressen.
Der entstandene Schaden wird – so wie fast schon üblich – auch in diesem Fall wieder mit neuem, frisch gedrucktem Geld ausgeglichen.
Übrigens: Die Aktien der State Bank of India sind meiner Einschätzung nach mit die besten, günstigsten und aussichtsreichsten Bankaktien der Welt – vergessen Sie da einfach diesen Zwischenfall mit dem zerfressenen Geld. Wenn Sie also weiter auf die Aktienkarte setzen wollen – aus welchen Gründen auch immer – dann sind Sie da sehr gut aufgehoben. Aktuell notieren deren Anteile bei gut 90 Euro.

Kein Aufschwung der US-Wirtschaft

Das US-Wirtschaftswachstum hat im 1. Quartal 2011 überraschend stark an Schwung verloren. Im 1.Quartal wuchs man nur noch nit 1,8% nach 3,1 % im 4. Quartal 2011. Zinsanhebungen oder ein straffen der Geldpolitik sind damit undenkbar. Dem QE2 wird auch noch ein QE3 , 4 und 20 folgen.

Deutscher Einzelhandel verlief im März schlecht

Der März verlief für den deutschen Einzelhandel überraschend schlecht. Es kam zu einem Rückgang um 2% gegenüber dem März 2010. Preisbereinigt lag das Minus sogar bei 3,5%. Analysten waren im Vorfeld von einem Plus von 1,4% ausgegangen.
Bezogen auf Februar 2011 lag das Minus bei 1,8% preisbereinigt bei 2,1.
Ich denke, dass diese Zahlen noch keinen Crash ankündigen, man muss aber schon bedenken, dass immer mehr Kennzahlen andeuten, dass wir beim Konsum langsam an die Grenzen stoßen. Das wird einem vor allem dann klar, wenn man mal sieht wie viele Dinge inzwischen fast schon üblich auf Pump finanziert werden: Urlaub. Kühlschrank, TV, Waschmaschine usw…… Früher hat man nur einmal im Leben – eben für den Hausbau – Darlehen aufgenommen, inzwischen finanziert man sogar schon die Kaffeemaschine.

Energiepreise steigen weiter

Die steigende Energiepreise spülen den Öl- und Gaskonzernen gewaltige Gewinne in die Kassen. Exxon Mobil hat im abgelaufenen Quartal netto 10,7 Milliarden Dollar verdient – das ist ein Plus von 69%!

Royal Dutch Shell hat im Q1 /2011 etwa 8,8 Mrd. Dollar netto verdient, das ist ein Plus von 60% verglichen mit dem Startquartal 2010.

Gazprom verdiente im Jahr 2010 sogar 36 Milliarden.

Kommentar: Des einen Freud des anderen Leid! Es hilft garnichts über die steigenden Preise nur zu jammern. Wer sich neben den steigenden Lebenshaltungskosten – die eben so sind wie sie sind – auch mit den Geldanlagen nicht auf der inflationssicheren Seite befindet, der bezahlt eben doppelt: Einmal über die steigenden Preise die das Einkommen wegfressen und das andere Mal über die negativen Realzinsen bei den Anlagen, die eben die Ersparnisse langsam aber sicher kaufkraftmässig wegknabbern. Wer das nicht versteht und entsprechend handelt, der kann schuften bzw. arbeiten wie der größte Depp und sparen was er will – der wird niemals auf einen grünen Zweig kommen ;-) .

Quelle und Dank an Gerhard Kastner

Bis neulich,
Frieder Morneweg

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