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News: Griechische Sparer,Inflationsrate steigt,Krankenversicherung,Euro-Rettungsschirm

Griechische Sparer ziehen Geld von Banken ab

Griechische Sparer haben im vergangenen Jahr 40 Mrd. Euro von den Banken abgezogen – das sind rund 15% aller Einlagen. Aktuell fließen pro Monat 2 weitere Mrd. Euro ab, damit bluten die griechischen Banken immer weiter aus und die Abhängigkeit von der EZB nimmt weiter zu. Bislang hat die EZB den griechischen Banken 90 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Am 11. Mai wird es wieder einen Generalstreik geben und die Wirtschaft wird 2011 um 3% schrumpfen. Der Schuldenstand Griechenlands erreicht aktuell 153% des BIP.

Inflationsrate steigt weiter! Wie setzt sich der Warenkorb zusammen?

Unsere Inflationsrate wird über einen Warenkorb berechnet und die beträgt aktuell im Euroraum 2,7%.
Im Folgenden haben wir Ihnen mal zusammengestellt wie sich dieser Warenorb eigentlich zusammensetzt – jeweils in Anteilen in Promille:

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe: 308
Verkehr: 131,9
Freizeit, Unterhaltung, Kultur: 115,7
Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke: 103,6
Andere Waren und Dienstleistungen: 74,5
Hausrat: 55,9
Bekleidung, Schuhe: 48,9
Beherbergung, Gaststätten: 44
Gesundheitspflege: 40,3
Alkohol, Tabak: 39
Nachrichtenübermittlung: 31
Bildungswesen: 7,4

Kosten der privaten Krankenversicherung explodieren

Die Kosten der privaten Krankenversicherung haben von 1997 bis 2009 um 55% zugelegt, die der gesetzlichen KV nur gut 33%.
Die Prämien und Beitragseinnahmen je Vollversicherten haben im gleichen Zeitraum bei der PKV um 54% zugelegt, bei der GKV um 34%. Besonders auffällig sind die Kostenexplosionen seit 2006.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat im 1 Quartal 2011 vor Steuern 3 Mrd. Euro verdient und damit die Erwartungen geschlagen. Nach Steuern betrug der Gewinn 2,1 Mrd. Euro – das ist das zweitbeste Konzernergebnis der Geschichte.

Zahl der Baukredite gestiegen

Die Zahl der Baukredite hat im 1.Quartal 2011 um 36% zugelegt.
Bei der Prognose der benötigten Wohnfläche im Jahr 2025 schneiden vor allem die neuen Bundesländer sehr schlecht ab – ausgenommen die Ballungsräume rund um Berlin und Potsdam. Ansonsten geht es dort fast überall um mehr als 5% in den Prognosen nach unten. Viel Vergnügen also bei der Preisentwicklung was Immobilien dort im Besonderen angeht. Ich kann mich noch gut erinnern wie sich alle dort um Immos geschlagen haben, wegen der staatlichen Förderungen, den Abschreibungen usw….. – jetzt sind die alle relativ ruhig geworden, wenn man sie auf diese Super-Schnäppchen anspricht.

Welchen Platz belegt Deutschland bei der Wettbewerbsfähigkeit?

Deutschland liegt weltweit bei der Wettbewerbsfähigkeit unter 139 Staaten auf Platz 5. Bei der Effizienz des Arbeitsmarktes belegen wir Rang 70, noch schlechter sieht es bei dem staatlichen Bürokratielasten mit Rang 92 aus und bei der Flexibilität der Lohnfindung auf Rang 136.

Aktuellen Garantien für den Euro-Rettungsschirm

Im Folgenden haben wir Ihnen einmal zusammengestellt, wer aktuell überhaupt die Lasten bei den Garantien durch den EU-Rettungsschirm trägt – jeweils in Mrd. Euro:

Deutschland: 119,4
Frankreich: 89,6
Italien: 78,8
Spanien: 52,4
Niederlande: 25,1
Finnland: 7,9

Das öffentliche Defizit im Euroraum und in der EU27 lag 2010 bei 6,0% bzw. 6,4% des BIP – der öffentlicher Schuldenstand steht inzwischen bei 85,1% bzw. 80% des BIP. Wir sind damit von der einmal vereinbarte Grenze von 60% inzwischen meilenweit entfernt.

Geschichtlich, psychologisch und auch mathematisch betrachtet wird es für die Staaten finanz-technisch gesehen immer dann besonders eng und läuft nicht selten auf einen Staatsbankrott hinaus, wenn die Zinszahlungen mehr als ein Drittel der Steuereinnahmen ausmachen.
In der folgenden Aufstellung der Länder ist die erste Zahl jeweils der kritische Zinssatz bei dem die Länder eben diese Drittel-Grenze erreichen und die 2. Zahl jeweils der aktuelle Zins, den man am Markt bezahlen muß. Daran sieht man also sehr gut wie weit die Staaten aktuell noch von ernsthaften Zahlungs-Problemen entfernt sind.

Sie sehen aber auch sofort, daß Griechenland, Irland und Portugal diese Schwelle schon deutlich überschritten haben und es somit nur noch eine Frage der Zeit ist bis diesen Ländern endgültig die Luft ausgeht.
Bei Spanien sind wir von so einer fast aussichtslosen Situation noch weit weg – es ist also relativ unrealistisch schon in den nächsten Monaten von einem Zusammenbruch Spaniens oder größeren Bankrotten auszugehen.

Griechenland: 4,7 / 16,2
Irland: 6,2 / 9,4
Portugal: 7,9 / 9,4

Deutschland: 9,0 / 2,6
Japan: 2,6 / 0,7
Italien: 7,1 / 3,8
Spanien: 8,8 / 4,4
USA: 6,2 / 2,1
Frankreich: 9 / 2,8
Belgien: 8,4 / 3,4
Österreich: 11,5 / 3,0
Großbrittannien: 11,5 / 2,4

Goldschmucknachfrage steigt weiter

Die weltweite Goldschmucknachfrage betrug 2010 ca. 2.060 Tonnen ( umgerechnet ca. 81 Mrd. Dollar!) – verglichen mit 2009 ist das ein Anstieg um 17%.

Das gesamte Goldangebot stieg 2010 gegenüber 2009 um 2% und erreichte 4.100 Tonnen. Die Minenproduktion legte 9% zu und zwar von 2.330 Tonnen im Jahr 2009 auf 2.540 Tonnen in 2010. Dieser Anstieg geht vor allem auf das Konto Australiens. Die Menge an recyceltem Gold sank 2010 um 1,2% – von 1.670 Tonnen 2009 auf 1.650 Tonnen im Jahr 2010.

Rating-Ausblick für Japan gesenkt

S&P hat nach dem Erdbeben nun auch den Rating-Ausblick für Japan gesenkt. Hintergrund sind die enormen Schäden, außerdem ist Einzelhandel zuletzt um 8,5% eingebrochen. Die Kosten für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan könnten nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor’s bei mehr als 400 Milliarden Euro liegen.
Die Industrieproduktion in Japan ist im März um 15,3 % eingebrochen – die Arbeitslosenquote blieb mit 4,6% unverändert.

Silber-Margins werden erhöht

Silber-Margins werden erhöht: Wie die Terminbörse CME mitteilte, wurden die Margins auf Silber ab dem 26. April deutlich angehoben.
Die Initial Margin steigt von 11.745 USD auf 12.825 USD, die Maintenance Margin geht von 8.700 auf 9.500 USD nach oben. Mit dieser Maßnahme möchte man Long-Spekulationen auf Silber teurer und damit unattaktiver machen, was den Preisauftrieb bremsen soll. Kommentar: Völlig überflüssig – der Markt wird die Preisdrücker in Zukunft noch massiver überrollen.

Wer hat die höchste EU-Neuverschuldung?

Die höchste EU-Neuverschuldung verzeichnete 2010 Irland mit 32,4% gefolgt von Griechenland mit 10,5%. Dahinter liegen Großbritannien mit einem Minus von 10,4%, Portugal 9,1%, Spanien mit 9,2%, die Slowakei mit 7,9% und Frankreich 7%. Die Polen weisen minus 7,9% aus, Lettland minus 7,7% und Litauen minus 7,1%. Als einziges Euro-Land schaffte nur Estland mit 0,1% einen Budgetüberschuss, Schwedens Haushalt war 2010 ausgeglichen. Die niedrigsten Defizite verzeichnen Luxemburg minus 1,7%, Finnland minus 2,5%) und das Nicht-Euro-Land Dänemark -2,7%.
14 EU-Staaten liegen aktuell über der 60-Prozent-Verschuldungs-Grenze: Ganz oben Griechenland mit einem Schuldenstand von 153%, gefolgt von Italien 119% und Belgien 96,8%, Irland 96,2%, Portugal 93%, Deutschland 83,2%, Frankreich 81,7%, Ungarn 80,2%, Großbritannien 80%, Österreich und Malta 68%, Niederlande 62,7%, Zypern 60,8% und Spanien 60,1%.

Wir spielen also mit dem Euro usw. ein Spiel, wo sich fast kein Teilnehmer an die Regeln hält. Wie soll das lange ohne Chaos gutgehen? Versuchen Sie mal Fußball oder Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu spielen, wenn jeder tut und lässt was er möchte.

Steuereinnahmen nehmen zu

Die Steuereinnahmen in Deutschland erhöhen sich im März 2011 um 16,5% auf 45,6 Mrd Euro verglichen mit dem März 2010.

Chinas BIP legte im Q1/ 2011 um 9,7% zu.

Chinas Teuerungsrate betrug im März 2011 auf 5,4% und überspringt damit die 5%-Marke deutlich Nun helfen auch die ganzen statistischen Tricks nicht mehr, die man lange so drehte, daß man zuletzt immer bei 4,9 rauskam.

Umsatzrückgasng bei Google

Google verzeichnet im Q1/2011 einen Rückgang des Umsatzes um 7% auf 6,3 Mrd $. Der Nettogewinn konnte aber deutlich um 35% auf 2,7 Mrd $ zulegen.

Großhandelspreise stiegen – Inflationswelle rollt an

Die Großhandelspreise stiegen im März 2011 um 10,8% – die nächste Inflationswelle rollt also im Hintergrund schon an.

Straßennetz in Deutschland verrottet immer weiter

Das Straßennetz in Deutschland verrottet immer weiter, während wir immer mehr Geld zur Rettung anderer Länder ausgeben. Die deutschen
Städte und Gemeinden geben aus Geldmangel für den Erhalt der Straßen so wenig aus wie seit 20 Jahren nicht mehr. Sogar der Asphaltverkauf ist 20% rückläufig!
Die Produktion von „Mischgut“ – einem der besten Indikatoren für Straßenbauinvestitionen – ging von 55 Mio. auf 45 Mio. Tonnen zurück, eine Menge, welche die alte Bundesrepublik vor 1990 in der Regel schon alleine jedes Jahr verbaute. Im Rekordjahr 1994 waren es sogar 69 Mio. Tonnen.
Der Investitionsbedarf allein bei den Straßen von Städten und Gemeinden – das sind 65% des gesamten deutschen Strassen-Netzes – wird bis 2020 ( nur für die Erhaltung des Bestandes ) auf fast 162 Mrd. Euro geschätzt. Wo das Geld herkommen soll, ist völlig unklar. Die Zusatzschäden des vergangenen harten Winters werden auf etwa 3,5 Mrd. Euro geschätzt.
Es wird aktuell vieles nur notdürftig repariert – man schleppt sich also nur noch über die Zeit.
Die aktuellen Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Bauhandwerks zeigen zudem, dass 2010 sehr viel Geld von der Straße in Gebäude geflossen ist. Man bläst also den Immobilienmarkt immer weiter auf, während die Strassen immer holpriger und schlechter werden. Die Investitionen von Bund, Ländern und Kommunen in Hochbauprojekte stiegen um 12% auf 11,6 Mrd. Euro, während die Ausgaben für den Tiefbau ( darin sind die Straßen mit enthalten ) um 3,6% auf 15,4 Mrd. Euro gesunken sind.

Anleger und Finanzindustrie haben aus der Finanzkrise nichts gelernt

Was haben die Anleger und die Finanzindustrie aus der letzten Krise, dem Emittentenrisiko, den viel zu komplexen Strukturen überall usw. gelernt? Garnichts – wie folgende Zahlen zeigen:

Alleine in den letzten 4 Wochen kamen 43.500 Zertifikate neu an den Markt, das sind fast 1.500 pro Tag, ca. 60 pro Stunde – oder etwa ein Neues in jeder Minute. Und die würden nicht aufgelegt, wenn es nicht auch Käufer geben würde – der Wahnsinn geht also mit Turbozündung wohl weiter bis 2013!!

Das bezahlen Konsumenten für entsprechende Kredite mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren in den einzelnen Ländern:

1. Die Luxemburger am wenigsten mit 2,74%

2. Finnen mit 2,75%

3. Österreicher mit 3,52%

4. Iren mit 4,09%

5. Holländer mit 4,38%

6. Spanier mit 4,47%

7. Italiener mit 4,81%

8. Belgier mit 5,05%

9. Malteser mit 5,14%

10. Franzosen und Slowenen mit 5,55%

Und erst an 12. Stelle liegt Deutschland mit 5,68% – Konsum auf Pump ist also immer noch relativ teuer bei uns.

Bei Direkten Kredite von Banken an den Staat (also keine Anleihen, sondern echte „Bankkredite“) sieht es folgendermaßen aus:

Bestand Januar 2010: 361,7 Mrd €

Bestand Januar 2011: 447,9 Mrd €.

Das Wachstum hier beträgt 23,8%, während der Kreditbestand der Banken an die privaten Haushalte stagniert:

Bestand Januar 2010: 1.409 Mrd €

Bestand Januar 2011: 1.417,9 Mrd €

Der Verschuldungszwang, der durch den Zinseszins ausgelöst wird, verlagert sich immer stärker auf die Schultern der Staaten. Das erklärt auch die obigen Zahlen zu den Defizit- und Schuldenentwickligen der Länder.

Immobilienmarkt USA

Der Immobilienmarkt in den USA rutscht immer tiefer in den Keller!
In den meisten Regionen sinken die Preise und bei den Zwangsvollstreckungen gibt es Rekordzahlen. Im Januar und Februar 2011 sind laut dem Case-Shiller-Index der Ratingagentur Standard & Poor´s die Preise für Eigenheime in 19 von 20 US-Städten gesunken, in 11 Märkten beschleunigte sich der Preisverfall in diesem Zeitraum – verglichen mit 2010 – sogar noch deutlich.

Schere Arm/Reich in Russland

0,2% der Familien in Russland besitzen 70% der landesweiten Reichtümer.
Und die Schere reißt noch weiter auf, weil die Löhne der normalen Bevölkerung nicht mit den Inflationsraten mithalten können. Der Durchschnittslohn in Russland beträgt aktuell etwa 40 bis 60% des europäischen Durchschnitts. Topmanager in Russland ( vor allem aus dem Finanzsektor) verdienen aber 80 bis 90% mehr als der Durchschnitt in Europa.

Quelle und Dank an Gerhard Kastner

Bis neulich,
Frieder Morneweg

webStimme.de

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