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Guttenberg – Wurde die Facebook-Fanseite manipuliert? Manipulierte die Bild-Zeitung?

Eigentlich wollte ich über Herr Googleberg, ähhh ich meinte natürlich Guttenberg keinen Artikel verfassen, da mir meine Zeit zu Schade für einen solchen *** ist… aber die fragwürdige Facebook-Fanseite von / für Guttenberg sollte nicht in Vergessenheit geraten!

Wenn die mehr als interessanten Hochrechnungen bezüglich CDU/CSU und FDP ähnlich manipuliert sind wie die Facebook-Fanseite(n) von Guttenberg, dann geben endlich auch die “positiven” Umfrage-Ergebnisse für unsere “Regierung” einen Sinn… :-) !


Wundersame Guttenberg-Fanvermehrung auf Facebook

(3.3.2011) Es ist natürlich besonders die “Bild-Zeitung”, die hunderttausende angebliche Guttenberg-Fans auf Facebook bejubelt. Andere Medien nehmen es nur mit Staunen zur Kenntnis und fragen sich, ob es im Web auch erfolgreiche Gegenbewegungen geben kann. In der Szene tauchen allerdings bereits erhebliche Zweifel auf, etwa bei Medienstratege:

“Noch unglaubwürdiger wird die Geschichte, wenn man den Zustrom an Fans betrachtet. Der Derivatehändler Kristjan Schmidt, geübt in langen Zahlenreihen, beobachtete aus Interesse die Fan-Entwicklung. Und stolperte über ein interessantes Phänomen – über einen nahezu konstanten Strom von tagsüber 150 bis 180 neuen Fans pro Minute. Keine Ausschläge nach oben, keine Ausschläge nach unten. Das ist mehr als ungewöhnlich, denn im Web sind die Nutzerzahlen extrem mit der Tageszeit verbunden.

Stimmten gefälschte Facebook-Profile für Guttenberg?

Auch nachts stoppte der Strom nicht. Insgesamt sank die Zahl zwar und pendelte sich bei 40 neuen Freunden pro Minute ein. Allerdings wieder ohne Schwankungen. Benötigen die Fans von Herrn Guttenberg keinen Schlaf? Oder hat er viele Freunde im anderen Teil der Welt- Bankier Schmidt aus Stuttgart stolperte nicht nur über den konstanten Zustrom von Anhängern. Er schaute sich auch an, wer dort postete. Schmidt: ”Ich entdeckte fünf Profile, die keine Freunde auf Facebook haben und als Interesse nur Guttenberg nannten. Diese Profile posteten alle zwei Minuten peitschende Aufforderungen, sich für seine Rückkehr zu engagieren.’”

Wir wollen Guttenberg zurück hat mittlerweile mehr als eine halbe Million angeblicher Fans. Sie scheinen nicht auf, Facebook informiert nur, wie vielen der eigenen Freundinnen und Freunde die Seite gefällt. Man braucht nur “gefällt mir” anzuklicken, wenn jemand dieser Kontakte gerade selbst “gefällt mir” angeklickt hat, da man darauf hingewiesen wird.

Diese wundersame Fanvermehrung ist dadurch jedoch keinesfalls zu erklären, denn wenn man sich die Postings auf der Guttenberg-Seite ansieht, wird ein Muster deutlich. Die meisten der Postenden geben keine Informationen über sich preis, sie bestehen also aus einem Foto und einem Namen. Wenn sie etwas über sich verraten, haben sie oft als einziges Interesse “Wir wollen Guttenberg zurück”. Dann sieht man auch, wie viele Freunde sie haben, und zwar sehr wenige, sie sind also ganz neu auf Facebook. Nach mehreren Minuten Einträge anklicken, die im Sekundentakt kamen (auch das ist merkwürdig) bin ich einmal auf eine Frau gestossen, die bereits mehr als 700 Freunde und Freundinnen hat, also wirklich bei Facebook ist. Generell werden idente Pro-Guttenberg-Statements unter unterschiedlichen ID’s gepostet (siehe Twitpic von Bundeswehr-Fanseite).

Als Initiator der Seite fungiert eine Mailadresse, auch hier werden keine weiteren Infos preisgegeben, ein weiteres seltsames Detail. Man müsste die geposteten Beiträge einmal analysieren, denn auf den ersten Blick fällt eine gewisse Gleichförmigkeit auf an gebetsmühlenartig wiederholten “Argumenten”. Jeder Versuch, hier ernsthaft zu diskutieren, erscheint von vornherein als sinnlos. Eine echte Gruppe dürfte diese sein, die im Vergleich zu Wir wollen Guttenberg zurück auch den Unterschied deutlich macht. Sie wächst organisch, es gibt einen identifizierbaren Initiator.

Facebook-Fanseite von Guttenberg ist ein Fake!

Im Netz ist längst die Rede von einem Fake, es werden auch Indizien dafür aufgeführt. Man kann Social Media-Profile auch von Firmen erstellen lassen, es ist einfach eine Frage der verfügbaren finanziellen Ressourcen. Wer tut Guttenberg diesen Gefallen? Klar ist, dass die “Bild-Zeitung” die wundersame Fan-Vermehrung gut gebrauchen kann und dass andere Medien nicht so recht wissen, was sie davon halten sollen.

Die Bewährungsprobe für den angeblichen breiten Rückhalt Guttenbergs in der Bevölkerung werden aber die Kundgebungen sein, zu denen via Facebook aufgerufen wird und die selbstverständlich auch von der “Bild” beworben werden. Flashmobs, Demos, Petitionen, Protestbriefe, Plattformen sind als Aktionsformen der Zivilgesellschaft, einer eher linken und alternativen Szene. Mit “typischen” Bild-LeserInnen, die gerade mal den Namen Guttenberg buchstabieren können, aber beispielsweise nicht wissen, welches Ressort denn “der Dings-Minister” innehatte, dürfte dies sehr wenig zu tun haben.

Quelle und Dank an Alexandra Bader von ceiberweiber.at


In diesem Zusammenhang hier noch eine schöne Grafik zur BLÖD von Frank Kopperschläger:

BLÖD

Bis neulich,
Frieder Morneweg

webStimme.de

4 Comments

  1. Kai sagt:

    tzzz… er kann ja jetzt mit “seinen” Soldaten in Afghanistan für Gerechtigkeit sorgen :-) !!!

    Kai

  2. Angelique sagt:

    Gebt ihm in Babelsberg eine neue Chance
    Der Wolfs im Schafspelz ist nicht der Antipolitiker als der er sich gerne darstellt, er ist in Wahrheit ein Machtmensch der übelsten Sorte, der sich wie als ein Gutmensch verkaufen möchte, jedoch in bester Dikatorenmanier nur die Fragen bei einer Pressekonferenz zulässt, die er sich selbst vorher gestellt hat.

    Dass zu einer solch getürkten Konferenz nur Journalisten eingeladen werden, die man als gleichgeschaltete Lautsprecher bezeichnen kann, versteht sich von selbst. Wenn sich ein Guttenberg erklärt, dann macht er dies eben lieber am Stammtisch unter seinesgleichen als vor der Hauptstadtpresse. Er ist eben ein echtes Original, der Prototyp des selbstgerechten, über Leichen gehenden Politikers, der nur ein Ziel kennt, an die Macht zu kommen. Darin gleicht er Kohl und Merkel in ihrer Selbstherrlichkeit.

  3. Tom K. sagt:

    Wie vertrauenswürdig ist ein Politiker, oder besser gefragt, wie krank muss eine Kanzlerin sein, wenn sie einen Hochstapler stützt und diesen nicht in die gerade sich entmilitarisierende libysche Wüste schickt. Guttenberg als Person ist nur eine Simulation des Guten, die in Wahrheit die Reinkarnation des Bösen, wie im Kinofilm „Matrix“ verkörpert. Er ist ein Maschinenwesen, welches von höheren Mächten dazu auserwählt wurde Kanzler zu werden und welches mit Hilfe der Bildzeitung die totale Gleichschaltung der Deutschen vollziehen soll.

    Es ist gut das Guttenberg gegangen ist! Hoffentlich müssen wir Ihn nicht wieder ertragen!

  4. [...] started to dig deeper and tried to analyse the activities on his Pro site. The derivativestrader Kristjan Schmidt observed the development of the site and discovered that there were constantly 150-180 likes a [...]