Jeder Blogger und Webmaster kennt die nervigen und besch*** Spamangriffe auf die eigene Webseite oder Blog!
Egal ob es die Spammer auf ihre Mail-Adresse abgesehen haben um ihr Mail-Postfach anschließend „voll-zu-bomben“ oder ihren Blog mit Kommentar-Spam zu schütten – nervig ist die ganze Viagra-, Porno- und Download-Sch*** auf jeden Fall!
Wie kann ich mich als Blogger / Webseitenbetreiber gegen Spam-Kommentare wehren?
Ich möchte hier nicht auf ein spezielles CMS-System wie Joomla, Typo3, WordPress, Drupal usw. eingehen, sondern den Artikel weitestgehend allgemein halten.
Es gibt unzählige Anti-Spam-Plugins für die verschiedenen CMS-Systeme, ABER gerade Webmaster aus Deutschland müssen bei den schwammigen Internetbestimmungen bezüglich Datenschutz etc. sehr gut aufpassen!
Beispielsweise wird bei WordPress das beliebte Anti-Spam-Plugin „Askimet“ von Haus aus mit installiert. „Askimet“ filteret den ganzen Spam-Viagra-Sch*** sehr gut aus – Wie funktioniert das?
Askimet ist in Deutschland rechtswidrig! Achtung Datenschutz!
„Askimet“ untersucht jeden Kommentar nach möglichem Spam. Hierfür werden verschiedene Daten mit einem Server im Ausland abgeglichen. „Askimet“ muss also nach Hause telefonieren. Und genau hier liegt der Knackpunkt… Klar könnte man jetzt seine Datenschutzhinweise um eine Bemerkung bezüglich dem Einsatz von „Askimet“ erweitern, aber auch hier ist für deutsche Blogger und Webseitenbetreiber Vorsicht geboten – Denn fast schlimmer als die nervigen Spam-Kommentare sind die Abmahnungen von arbeitslosen Anwälten
!!!
Aus diesem Grund sollten Sie sich egal welches CMS-System Sie einsetzen, genau erkundigen wie diese Anti-Spam-Plugins arbeiten.
Meiner Meinung nach ist es am sinnvollsten, wenn Sie sich ein „CAPTCHA“ für Ihren Kommentar-Bereich installieren. Auch hier auf webStimme.de kommt ein solches Plugin zum Einsatz. Auch gegen „Wörterbuchattacken“ auf Loginbereiche ist der Einsatz eines „CAPTCHA“ zu empfehlen. Achtung, dieser Einsatz bringt keinen 100% Schutz – Es gibt Anbieter im Netz, bei denen man sich CAPTCH-Keys kaufen kann – Hiermit werden diese dann automatisch ausgefüllt. Zum Glück kostet dieser Service aber (noch) Geld
!
Falls einem User das Eingeben eines CAPTCHA-Codes zu umständlich ist, dann soll er das mit dem Kommentieren lieber gleich lassen
!
Der Vorteil hierbei ist, dass Sie keine Daten von Usern speichern aber auch gegen Spam-Kommentare weitestgehend geschützt sind.
Wichtig ist es auch zu wissen, mit wem man es bei den „Spammern“ zu tun hat.
Hier habe ich für Sie eine Liste mit aktuellen IPs von „auffälligen“ Servern.
Über diese Server wird auffällig viel Spam verschickt – Top 10 IP-Liste:
79.111.141.25
91.214.49.253
210.51.37.110
193.201.16.146
113.162.208.105
190.232.228.50
87.220.64.39
190.42.71.12
117.193.231.94
112.222.47.67
Von diesen IPs wurde auffällig viel Kommentar-Spam verbreitet – Top 10 IP-Liste:
221.130.18.155
195.191.54.217
94.142.131.25
189.70.248.208
79.142.67.109
91.201.66.6
123.202.184.146
212.95.54.70
87.118.110.172
200.169.75.45
Was stelle ich mit dieser IP-Liste an!?
Spam-Schutz mit Firewall-Regeln / iptables
Wenn Sie einen eigenen Linux-Server betreiben können Sie diese IP-Adressen mit der Firewall blockieren.
Hier ein kleines Beispiel unter CentOS:
Öffnen Sie als root die iptables-config-Datei:
vi /etc/sysconfig/iptables
Fügen Sie die Spam-IPs der Server hinzu:
-A RH-Firewall-1-INPUT -s HIER-DIE-SPAM-IP -j DROP
-A RH-Firewall-1-INPUT -s HIER-DIE-SPAM-IP-SUBNET -j DROP
Anschließend abspeichern und Dienst neu starten:
/etc/init.d/iptables restart
Fertig!
Spam-Schutz mit htaccess-Datei
Eine weitere Möglichkeit ist es, eine htaccess-Datei in ihrem Webspace anzulegen und in dieser die verschiedenen IPs zu sperren. Beispiel:
# Datei-Anfang
# IP-Sperre – IPs aus der oberen Liste z.B. „Kommentar-Spam“ eingeben
order allow,deny
deny from IP-AUS-SPAM-LISTE
deny from IP-AUS-SPAM-LISTE
deny from IP-AUS-SPAM-LISTE
allow from all
# Datei-Ende
Achtung, wie jeder Schutz können auch IP-Sperren umgangen werden – Stichwort „IP-Spoofing“. Aber ergänzend zu anderen Sicherheitsmaßnahmen ist das Blockieren von IPs eine effektive Möglichkeit sich vor nervigen Spam-Kommentaren und Spam-Mails zu schützen!
Bei Fragen einfach einen Kommentar hinterlassen – Achtung, das CAPTCHA-Feld muss hierfür ausgefüllt sein
! Oder eine Mail über das Kontakt-Formular schicken…
Bis neulich,
Frieder Morneweg
























Hallo, ich kann dem Autor nur zustimmen. Habe schon eine Abmahnung bezüglich dem Einsatz von Askimet bekommen – ist einfach lächerlich was hier in Deutschland abgeht!
Habe damals auch ein Captcha installiert, funktioniert auch soweit – der Tipp mit der Firewall ist aber echt Gold wert! Mein Webmaster hat das jetzt irgendwie eingerichtet (keine Ahnung wie
! ) und jetzt ist Ruhe.
Euer tonio
Also das mit htaccess hätte estwas ausführlicher sein können, habe es aber hinbekommen – funktioniert gut!
Kurz und gut – Danke für die Anleitung. Habe mir die IPs in meine htaccess Datei kopiert – mal schauen was es bringt…
Habe Ihnen auch eine Mail geschrieben – benötige Hilfe bezüglich meiner Server-Absicherung.
Sven
Hi Sven, ich habe deine Mail bekommen und schon geantwortet.
MfG FM
Es gibt viele Atikel im Web rund um Spam-schutz, aber ich habe noch zuvor noch nicht gelesen, dass Askimet gegen deutsches Recht verstößt. Danke für die Info, habe Askimet jetzt deaktiviert und ein Captcha-Plugin eingebunden
!
Weiter so!
Moritz
Hi klasse Tipp! Leider habe ich ein Problem mit dem Erzeugen der iptables-config-Datei.
Nach dem Eingeben von:
vi /etc/sysconfig/iptables
erhalte ich eine Fehlermeldung.
Irgend etwas kann CentOS mit “vi” nicht anfangen!? Was mache ich falsch?
Sorry für diese schwammige Frage, aber ich habe wenig Ahnung mit Linux-Servern…
Liebe Grüße,
Michael
Hi Michael,
leider ist deine Frage wirklich etwas schwammig
! Was gibt denn die Konsole aus?
Ich vermute dass du den Editor “vi” erst installieren musst.
Folgendes sollte funktionieren (als root):
yum install vim
Du kannst aber auch nachschauen ob z.B. der Editor “nano” installiert ist.
Falls ja, dann sieht dein Befehl um die iptables-config-Datei zu bearbeiten wie folgt aus:
nano /etc/sysconfig/iptables
Bei Fragen helfe ich dir gerne weiter
!
MfG
FM
Noch was, bitte nicht falsch verstehen, aber wenn du nicht weißt wie man auf einem Linux-Server neue Software installierst, dann würde ich das erst einmal in Ruhe lernen bevor ich einen Server ins Netz stelle…
Danke – hat funktioniert!
Hier ein kleines Update bezüglich auffälliger IPs.
Folgende IP-Adressen sind besonders beim Kommentar-Spam (vor allem WordPress) aufgefallen:
IP: 213.5.71.163 , hosted-by.altushost.com
IP: 58.58.149.2
IP: 129.121.67.57
In Kürze werde ich wieder eine längere Liste hier auf webStimme.de veröffentlichen – Keine Angst ich habe alle Mail-Anfragen bekommen, aber leider kann ich nicht immer gleich Antworten
!
MfG
FM
[...] In diesem Beitrag finden Sie ein paar nützliche Infos: Spam Liste mit IPs für Blogger und Webmaster [...]