Google tut nichts böses
Gestern habe ich hier auf webStimme.de Teil1 zur Datenkrake “Google” veröffentlicht – Heute geht es gleich weiter mit einer beliebten Behauptung seitens Google: “Google tut nichts böses”.
Zumindest möchte uns dass der derzeitige Pressesprecher Stefan Keuchel von Google glaubhaft machen – Beispielsweise soll das Gerücht, Google würde über jeden Google-User ein persönliches Profil anlegen völlig aus der Luft gegriffen sein. Herr Keuchel wörtlich:
Wir haben mehrere Tausend Suchanfragen pro Sekunde; ich denke, diese Zahlen zeigen schon, dass wir gar kein Interesse daran haben, von einzelnen Personen zu wissen, was die machen. Ganz deutlich: Wir verkaufen keine Profile, wir erstellen keine Profile und wir geben keine Daten an Dritte raus.
So so Herr Keuchel, Google erstellt also kein User-Profil um die eigenen Service zu verbessern und gibt auch keine Daten an Dritte raus??? Kann mir (einem beschränkten Web-User) dann mal bitte jemand folgende Absätze aus dem “Datenschutz-Center” von Google erklären:
“Wir geben unter Umständen zusammengefasste entpersonalisierte Informationen an Drittanbieter außerhalb von Google weiter.” (Aha, also keine Weitergabe an Dritte!!!???)
“Google verarbeitet persönliche Informationen auf seinen Servern in den USA und in anderen Ländern. In manchen Fällen verarbeiten wir persönliche Informationen auf einem Server, der sich außerhalb Ihres Landes befindet.” (Nach welchen Datenschutzbestimmungen? Deutschland? Amerika? Sonne? Mars? Googleworld?)
Wieso sich Datenschützer überhaupt sorgen machen kann ich gar nicht verstehen, denn folgende Passage wirkt auf mich sehr beruhigend:
“Wir stellen – sofern möglich – Auswahlmöglichkeiten bereit, wenn wir um die Angabe von persönlichen Informationen bitten.”
Ok… bevor ich aber aufgrund zu vieler Zitate gänzlich aus dem Index von Google fliege (beachte: Duplic Content) hier der Link zum Datenschutz-Center.
Datenkrake Google zensiert Suchmaschine für China
Als vor einigen Jahren Google seine Werbeschleuder, sorry ich meine natürlich Suchmaschine, für den chinesischen Markt einrichtete, unterwarf man sich freiwillig der Kontrolle durch die chinesische Regierung: Regime-kritische Seiten und Meinungen werden für chinesische Nutzer einfach zensiert.
Eigendlich nichts neues möchte man an dieser Stelle glauben, denn im Reich der Mitte werden alle Seiten die man den Bürgern im “Westen” gönnt erst einmal durch einen Proxy gejagt (gefiltert). In China haben nur Firmen mitspracherecht die den Informationsfluss gemäß den Richtlinien der chinesischen Regierung zensieren. Google spielt dieses Spiel der chinesischen Regierung mit…
Wenigestens bei der Zensur von Webinhalten ist die Konkurrenz von Google (MSN, Yahoo) schneller gewesen – interessant ist hier, dass beide Firmen, also MSN und Yahoo sofort zugegeben haben, es aus Geldgier zu tun – nur Google hat natürlich nichts böses im Sinne…
Google möchte stattdessen sein Firmenimage verbessern und macht auf Moralapostel! Aber kann man beides wirklich vergleichen? Auf der einen Seite die Zensur von Nazi- und Kinderporno-Seiten – und auf der anderen Seite die Abschottung von Millionen Menschen von jeglicher Information zu Themen wie “Menschenrechte” oder “Demokratie”? Gilt Googles Firmenmotto: “Seid nicht böse” zum Schluss Google selbst!?
Dass die Datenkrake ebenfalls den direkten Zugang zum am schnellsten wachsenden Internet-Markt der Welt sucht ist einleuchtend… selbstverständlich nur damit den chinesischen Nutzern nichts entgeht und jeder Mensch freien Zugang zu allen Informationen hat… Ist die Zensur vielleicht nur eine liebgemeinte Hilfe, damit die User in China nicht zu viele, verwirrende Infos bekommen!?
In diesem Sinne – “Don’t be evil”!
Frieder Morneweg























